Huhn@work

von wegen ein Huhn „hätt‘ nicht viel zu tun…“

und es geht noch weiter #weihnachtsfeier

Jetzt mal ehrlich! Ist so eine Weihnachtsfeier nicht hauptsächlich für die Belegschaft? Wieso also muss sich unser Vorstandschef dann immer so aufspielen? Es ist ihm soooo wichtig, seine Rede zu halten. Dabei wird jedes Mal jeder, der bei uns arbeitet namentlich erwähnt und es wird erklärt, in welcher Abteilung er/sie arbeitet. ICH WEISS, IN WELCHER ABTEILUNG MEINE KOLLEGEN ARBEITEN!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Wir sind nur 30 Angestellte. Meine Güte, was ein Idiot! Dieses Jahr hat er den Vogel abgeschossen, denn in der beknackten Rede war sogar die Einleitung dieselbe wie beim letzten Mal. Kurz nach seiner Rede – wir durften endlich das Essen genießen, setzt sich der Gute ungefragt an unseren Tisch (wir hatten noch einen Platz frei – grummel) und fragt uns, wer die Dame 3 Plätze weiter sei… Äh, ja??? Die Kollegin ist nun seit drei Jahren im Haus – aber egal.

Doch zurück zu den Abgründen meiner Kollegen. Da wir mit der Straßenbahn zum Restaurant gefahren waren, durften wir mit Taxis ins Büro (zu unseren Autos) zurückfahren. Weil die Rede so lange gedauert hatte *gähn*, waren einige Mädels und ich direkt nach dem Nachttisch aufgesprungen und ließen uns drei Taxis rufen. Zu Zwölft standen wir vor der Tür und warteten; weitere Kolleginnen drängten sich dazu, weitere Taxis wurden gerufen. Doch erst mal kamen nur zwei. Unsere Chefsekretärin zog mich hinter mich her; sie war gewillt, definitiv in einen dieser beiden Taxis zu landen. „Darf ich nach vorne?“, und schwupps saß ich schon drin. Eine Kollegin aus der juristischen Abteilung gesellte sich zu uns. „Hier bei uns ist noch Platz!“, brüllte die Chefsekretärin den anderen zu. Birgit und Dana, zwei ganz, ganz liebe Frauen kamen und quetschten sich auf die Rückbank. Zu eng. Also platzierte sich die eine bei der anderen auf den Schoß. Der Taxifahrer, der mit Sicherheit schon dachte, wir wären sturzbesoffen (weil die Chefsekretärin und ich in einer Tour kicherten – ich kann nicht sagen, warum) verwies darauf, dass er in dieser Konstellation mit Sicherheit nicht fahren würde. Birgit, eine sehr, sehr vernünftige Frau, entschloss sich also auszusteigen. Darauf rief Dana – etwas weinerlich: „Nein, Birgit, ich will nicht ohne dich fahren! und sprang der Kollegin hinterher.
Ach du meine Güte! Die Chefsekretärin und ich schauten uns sprachlos und total irritiert an. Das Kichern war uns vergangen. Das Navi des Taxifahrers berechnete eine Route von 5 Kilometern. Die Kolleginnen waren nicht in der Lage sich für eine Taxifahrt von 5 Kilometern zu trennen? Wieso denn das nicht? Was war das denn für ein Kinderkram?  Zumal sie sich in der Tiefgarage sowieso von einander verabschieden würden und jeder in eine andere Richtung davonfahren müsste, zu ihren Ehemännern. Aber was schreibe ich, was weiß ich schon? 😀

Was ich weiß, dass ich mir die Weihnachtsfeier im nächsten Jahr sparen werde…

Kategorien: Huhn@work | 4 Kommentare

Bloggen auf WordPress.com.