Last Minute und total aufgeregt

Du liebe Zeit, jetzt hat es schon wieder so lange gedauert, bis ich zum nächsten Eintrag komme. Diese Vorweihnachtszeit hat es echt in sich. Und dabei geht es – bei mir – nicht mal um die Geschenkekauferei. Nee, irgendwie muss vor dem großen Fest noch alles mögliche erledigt und zum Abschluss gebracht werden. Auch auf der Arbeit. „Das muss aber noch vor Weihnachten…“

Dabei wollte ich nach meinen Beiträgen über meine Fernsehsucht und meinem gewürgten Limbi noch einen Post (zeitnah) hinzufügen, der beide Themen vereint. Denn obwohl ich ja schon mit zig Fernsehprogrammen ausgestattet bin, habe ich noch den Amazon Fire Stick erworben. Warum?

  1. Für K1, die über ihren DVBT-Empfänger kaum noch etwas empfängt (ich weiß also gar nicht, warum das Teil überhaupt noch Empfänger heißt). Also weg mit dem Teil
  2. Weil der Stick nur 7 € kostete. Das muss man sich mal vorstellen!!!! Siiiiiieeeeben Euro. Nur!

Na gut, wenn ich ehrlich bin, stand Grund 2 wahrscheinlich an erster Stelle und der hier genannte Grund 1 kam erst später zum Tragen, als mich meine innere Stimme fragte: „Brauchst du das wirklich?“

Tagelang war ich von Amazon mit Mails zum Stick zugeballert worden. Solange der Vorrat reicht, hieß es. Ich blieb aber standhaft. Schaute mir die Mails gar nicht genauer an. Und dann kam dieser Donnerstag im März. Ich hockte im Büro an meinem Schreibtisch und rief die Amazon-Seite auf, weil ich nach einem Buch Ausschau hielt. Und da ploppte es auf, diese super tolle, einmalige Angebot, des Amazon Fire TV Stick. Wie gesagt sieben Euro, statt 39 Euro. Also wenn das keine Ansage ist.

Das Angebot galt nur zwei Tage. Das Problem: Die zwei Tage liefen in 20 Minuten ab. Es war zwanzig vor neun, ich war auf der Arbeit  (noch allein im Büro), starrte auf den ablaufenden Countdown und überlegte. Brauche ich das, brauche ich das wirklich? Wo ist der Haken? Und was macht das Teil genau?

Es gab zig Haken und zig tausend Wörter, die es durchzulesen galt. Ich bereute es bereits, dass ich mich nicht genauer mit den Mails befasst hatte. Ich googelte, was „Fachleute“ zu dem Angebot meinten. Alles sauber!  Ich las den technischen Teil – würde mein Fernseher klarkommen? Mein Diensttelefon klingelte. Scheiße, ich kann jetzt nicht. Die Uhr stand auf 15 Minuten. Ich ging nicht dran, und wurde fast von meinem schlechten Gewissen erdrückt. Es hörte aber auch nicht auf zu Klingeln. Jetzt spring schon um auf die Telefonzentrale. Zum Glück war mein Kollege nicht da und bekam diese Arbeitsverweigerung mit. Oder? Leider war mein Kollege nicht da und konnte mir das Telefongespräch abnehmen. Äh, nein, es war gut, dass er nicht da war. Geht ihn ja nix an.

Das Telefon verstummte; ich widmete mich dem nächsten Haken. Ich rief ein Bild von unserem großen Fernseher auf – hatte der den erforderlichen Anschluss? Hatte der kleine Fernseher den erforderlichen Anschluss, der war ja noch nicht so alt. Egal, weiter. Die Telefonzentrale stellte den hartnäckigen Anrufer auf meinen Apparat. ICH KANN JETZT NICHT! Meine Güte, was rufen die Leute denn schon so früh an?

Jetzt im Nachhinein frage ich mich, ob ich wohl geschwitzt habe, ob der Stresssituation? Um zwei Minuten vor neun hatte ich alle Haken abgehakt, alle „aber“ abgearbeitet, alle Bedenken beiseite geschoben und klickte auf ‚bestellen‘. Das Rädchen drehte sich und drehte sich und drehte sich. Mittlerweile war wohl unsere EDV – Abteilung eingetroffen und lud über unseren Server wieder irgendwelche Updates (dann werden unsere Rechner immer total langsam). Meine Kollegin von der Telefonzentrale rief an – was will die denn jetzt? – die ruft mich nie an. Ich nahm ab: „ich kann gerade nicht, ich rufe sofort zurück!“ Ich schämte mich ein bisschen.

Mein Kollege kam rein „Guten Morgen!“ und das Bild baute sich endlich auf. Vielen Dank für Ihre Bestellung!
Ja, ich danke auch, für dieses einmalige Erlebnis. *puuuh*

 

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Kategorien: früher oder später, Neues aus dem Hühnerstall | 2 Kommentare

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2 Gedanken zu „Last Minute und total aufgeregt

  1. Bis Arbeitsbeginn gehe ich grundsätzlich nicht ans Telefon (außer ich habe gute Laune. Was morgens im Büro selten vorkommt.)
    Danach schiebe ich umfangreiche Arbeiten vor, die zwar wirklich jeden Morgen vorhanden sind, aber für die 5 Minuten Telefonat auch warten könnten.
    Allerdings arbeite ich auch nicht in der freien Wirtschaft. 😉

  2. Egal, was hier steht unter dem Beitrag, von wegen „verwandte“ oder ähnliche Beiträge. Stimmt gar nicht. So einen Beitrag habe ich noch nie gepostet.

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