Beim nächsten Mal

Kommen wir zurück zur Normalität. Denn wir wollen ja nicht, dass die Terroristen gewonnen haben! Und zack! Das ist eine so unsägliche Ansage, fruchtbar. Und was wurde diese Aussage in der letzten Woche überstrapaziert. Deshalb gehe ich hier jetzt auch gar nicht weiter darauf ein, sondern widme mich einer anderen nervtötenden Aussage bzw. Einleitung: Beim nächsten Mal…!

Wie ich es hasse, wenn jemand seinen Satz mit „Beim nächsten Mal…“ beginnt. Begründet ist diese Abneigung, dass mich unsere Abteilungsleiterin im Büro damit immer eine Kritik einleitet. Und ehrlich gesagt eine unbegründete Kritik. Nur weil sie etwas so und so macht, möchte sie, dass ich es beim nächsten Mal auch so und so mache. Und dabei lächelt sie immer so bescheuert unehrlich. Oder aber ihre Krtik ist berechtigt (jaha, auch ich mache Fehler *g*), ich habe den Fehler aber längst bemerkt und meine Konsequenzen bereits daraus gezogen. Da brauche ich bestimmt nicht eine neunmalkluge Bemerkung…

Beim nächsten Mal mache ich es sowieso anders. Aber gut, ich werde dafür bezahlt, dass ich mir so einen Mist anhöre – zumindest so indirekt irgendwie.

Und dann gehe ich nach der Arbeit in die Bücherei… Ich habe einen Stapel Bücher in meinem Körbchen und eines – neu erschienen, nur einmal gelesen, Hardcover, sehr gut erhalten – welches ich der Bücherei spenden möchte (Für Leseratten der Hinweis: Cecilia Ahern, Das Jahr in dem ich dich traf). Bei der „Rückgabe“ sitzt kein Mensch. Zwei Angestellte haben bei „Ausleihe“ und „Anmeldung“ zu tun.

Ich stelle mich bei „Anmeldung“ an, weil dort nur eine andere Dame vor mir steht und die auch schon sehr schnell fertig ist. Ich bin dran und werde gleich angeblafft: „Beim nächsten Mal stellen Sie sich bei der „Rückgabe“ an!“ DAS war ein Fehler, denn in der Tat stehe ich sonst immer bei der „Rückgabe“ an, auch wenn dort kein Angestellter sitzt, und werde dann von einem Mitarbeiter zu einem der anderen Tische rübergewunken – ich bin dem Winker also nur zuvorgekommen. Und außerdem: Beim nächsten Mal!!!!

Zum Glück war ich nur einen Moment sprachlos. „Beim nächsten Mal trage ich kein nagelneues Buch von Cecelia Ahern hierher, sondern verticker es gleich bei Amazon*!“ Sprachs, schnappte sich das Buch der Irin und das leere Körbchen und rauschte davon.

 

 

*zu der Zeit konnte man seine Bücher noch bei Amazon Trade-in gegen einen Gutschein eintauschen

 

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Kategorien: MotzerEI, Neues aus dem Hühnerstall | Hinterlasse einen Kommentar

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