Die Donut – Affäre

Die männlichen Gedankengänge sind – so dachte ich – wenn es um Hausarbeit geht, recht einfach strukturiert. Frauen sind zudem angehalten, ihre Kommandos Wünsche demensprechend einfach und klar zu formulieren. Eigeninitiative bei der Hausarbeit ist beim männlichen Geschlecht ja eher selten zu finden und verlangt zudem immer anschließenden Applaus oder Jubelstürme. Frauenzeitschriften und psychologische Ratgeberbücher verweisen gerne darauf, dass wir (Frauen) einfach sagen sollten, wenn wir und Unterstützung möchten, schließlich könnte unser Partner ja keine Gedanken lesen.

Der Hahn ist mittlerweile soweit, dass er hin und wieder die Küche abends auch mal ohne direkte Aufforderung aufräumt. Und wenn er es macht, darf ich natürlich nicht über dier Art und Weise meckern. Jeder hat seine eigenen Methoden und die Hauptsache ist doch, dass im Ergebnis die Küche aufgeräumt ist. Oder? O-D-E-R? Auch das ist so ein Tipp aus der Redaktion von Frauenzeitschriften.

Jetzt mal ein Tipp von mir (an die jüngere Generation): Macht euer eigenes Ding, vergesst Ratgeberbücher und Frauenzeitschriften!

Doch zurück zum eigentlichen Thema. Ich war zum Shopping und habe für mich und K2 an so einem Donuts-Stand (keine Ahnung mehr, wie die heißen, ist so eine Kette, mit zig verschiedenen Donutsvarianten – lecker) je einen süßen Kringel fürs Frühstück am nächsten Morgen ausgesucht. Doch der Tag war noch jung, und kaum zurück im Hühnerstall meinte K2 sie müsse ihren Donut nun unbedingt essen. Ach, komm, habe ich  mir da gedacht, beiße ich in meinen auch mal rein. Nur einmal! Oder zweimal, und noch einen dritten (aber nur ganz kleinen) Bissen. Den Rest (und ja, es war noch mehr als die Hälfte) habe ich mir schön luftdicht in eine Tupperdose in der Küche für den nächsten Morgen parat gestellt.

Irgendwann räumte der Hahn also abends die Küche auf. Irgendwann noch später ging ich in der Küche vorbei, um noch etwas zu trinken, und da sah ich ihn, meinen Donut. Er lag obenauf in der Schüssel für die Biotonne und begrub Gurken- und Kartoffelschalen und Überreste von Nektarinen unter sich. „WARUM HAST DU DAS GEMACHT?“, fragte ich beim Hahn nach. Die Erklärung habe ich nicht verstanden, sie war aus meiner Sicht nicht einleuchtend. Aber wie gesagt, als Frau sollst du ja froh und dankbar sein, wenn du Arbeit abgenommen bekommst…

 

 

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Kategorien: Ein Paar Problemchen, Neues aus dem Hühnerstall | 2 Kommentare

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2 Gedanken zu „Die Donut – Affäre

  1. MarcelW

    Öhm, die Erklärung würde mich jetzt aber doch interessieren. Frag doch bitte den Hahn noch einmal und notiere es wortwörtlich.

    • ich muss nicht fragen, ich weiß es noch: „Wenn da sonst so was rumsteht, wird es immer weggeschmissen.“
      So im Nachhinein ist mir eingefallen, was er wohl meinte. Nämlich wenn K1 und K2 ihre Tupperdosen aus der Schultasche holen und auf die Spülmaschine stellen (statt direkt einzuräumen) finden sich da durchaus noch Überreste von Broten, Bananen oder Äpfeln. DAS ist die einzige Erklärung. Nur, dass diese Tupperdose nicht auf der Spülmaschine stand…

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