1. Januar

Boah, ich mag den 1. Januar nicht. Der 1. Januar ist immer gleich. Der 1. Januar ist überhaupt gar kein richtiger Tag. Vor 20 Jahren dachte ich, dass der 1. Januar so beknackt sei, weil ich alleine war, Single eben. Aber nun zeigt es sich (und das auch schon seit Jahren), dass es mit dem Singledasein überhaupt nichts zu tun hatte.

Ich habe immer den Eindruck, dass ich bzw. mein Gehirn den ganzen Tag wie in Watte gehüllt ist. So fühlt es sich zumindest an. Könnte am Alkohol in der Silvesternacht liegen 😉 Früher habe ich sicher zu viel getrunken. Heutigentags trinke ich nur noch an Weihnachten und Silvester (und an Weihnachten dieses Mal auch nur, weil ich eine Flasche ital. Bio-Rotwein geschenkt bekommen hatte, und den wollte ich unbedingt probieren. Er war köstlich!) und brauche auch nur wenige Schlucke bis zum Kater. Dieses Wattephänomen könnte auch damit zu tun haben, dass man am 1. Januar einfach zu lange schläft. Einige von euch lachen sich jetzt sicher kaputt, wenn ich schreibe, dass ich bis 11 Uhr geschlafen habe. Die jungen Leute werden denken, die spinnt doch, 11 Uhr ist doch nicht lange. Die jungen Mamas mit kleinen Kindern, werden sich auch denken, dass ich spinne: Warum beschwert die sich? Hätte Frau Huhn ein Kind, dass in der Silvesternacht genauso friedlich schlummert, wie in allen anderen Nächten davor, und das deshalb am nächsten Morgen genauso früh aufwacht, wie an den 365 Tagen des Jahres davor… 😉

Um viertel vor Zwei habe ich mir die Zähne geputzt. Da hatte ich schon den ersten Film von der Festplatte geschaut. Ja, so ist er der 1. Januar. Den ganzen Tag im Schlafanzug Fernsehen. Da das Patenkind schon gestern (oder war sogar schon vorgestern? – ja, man verliert auch noch jedes Zeitgefühl!) das alljährliche, kleine Glücksbringergeschenk vorbei gebracht hat, besteht auch keine Gefahr, dass man in diesem Lotterzustand erwischt wird. Das Fernsehprogramm am 1. Januar ist aber auch wirklich eine Wucht. Ich weiß gar nicht, was ich zuerst gucken soll, und dann noch das ganze gesammelte Filmsortiment auf zwei Festplatten (hey, das eine ist noch eine alte analoge; aber auch vor HD gab es schon schöne Filme im TV).

Gegen vier Uhr habe ich mir gedacht, dass es so nicht weiter geht mit dem Tag. Gegen den Matsch in der Birne, kämpfte ich mit einem halben Liter Cola an, und aß dann zu Mittag. Doch, ja, ich denke, es hat mich ein bisschen wachgerüttelt und ich konnte einigermaßen klar bei Verstand eine RomKom im Fernsehen schauen. Nach dem Motto: Frisch und sauber ins neue Jahr, bin ich danach in die Wanne gegangen. Raus aus dem Schlafanzug und ab damit in die Wäsche. Ach, was soll ich sagen? Ich hätte lieber kalt duschen sollen. Weiß doch jeder, dass Vollbäder nicht gerade den Kreislauf beleben. Immerhin habe ich etwas Frisches an – einen frischen Schlafanzug! Und mit dem zweiten halben Liter Cola, werde ich mich nun wieder vor den Fernseher setzen, und irgendetwas Herzerwärmendes schauen. Ich sag ja, dieser 1. Januar ist überhaupt gar kein richtiger Tag. Aber morgen geht es weiter, das richtige Leben!

 

 

 

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Kategorien: frisch gelegt, Neues aus dem Hühnerstall | Ein Kommentar

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Ein Gedanke zu „1. Januar

  1. Mir ging es früher ja ähnlich, mit Kater&Co am Neujahrstag. Seit 2 Jahren nehme ich jedoch am 1. Januar am hier in Frankfurt am Main in diversen Lokalen angebotenen traditionellen Sauerkrautessen teil (egal, in welchem Zustand) und oft ist es schöner als Silvester selbst. Man sagt bei uns, das Geld gehe im neuen Jahr nicht aus, wenn man Sauerkraut isst am Neujahrstag. Versuche es doch mal damit an Stelle von Cola. Vielleicht zieht sich dann auch der Kopf schneller wieder auf den Hals zurück. 😉
    Schön beschrieben, nachvollziehbar. 🙂

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