Muttertag

Zwei Tage nach Muttertag finde ich in einem Schrank im Esszimmer, der nebenbei bemerkt nichts enthält, was ins Esszimmer gehört, zwei kleine Geschenke, die ich dort für mein Schwiegermutterhuhn aufbewahrt habe.
Weil man den alten Leutchen im Prinzip gar nichts schenken kann – sie haben ja alles – habe ich dort eben diese zwei passenden Kleinigkeiten gehortet, weil sie mir zu völlig falscher Zeit untergekommen sind. Und jetzt liegen sie immer noch da – für ein weiteres Jahr.
Ich weiß gar nicht, was der Hahn seiner Mutter nun geschenkt hat. Der Sonntag war so verplant gewesen, dass er schon samstags hin ist, während ich mit K2 sportlich unterwegs war, und dann hatte ich vergessen zu fragen.

Hat bei euch alles geklappt, so muttertagstechnisch? Im Vorfeld bin ich ja, aus Mamasicht, immer sehr gespannt, und in leichter Panik. Meine Mädels stellen immer irgendetwas Rührendes auf die Beine, da sind Tränen vorprogrammiert. Und das ist mir irgendwie peinlich…

Ich dachte K2 würde mir ein Glöckchen schenken, damit ich mich a) nicht mehr an sie heranschleichen kann (sie erschreckt sich immer so leicht) und damit sie mich b) schneller findet, wenn ich ihr abhanden gekommen bin. Letzteres passierte kürzlich bei Real. Auf dem Weg zur Kasse fiel ihr ein, dass sie noch etwas aus dem Schreibwarenregal bräuchte. Natürlich waren die Schreibwaren auf der anderen Seite des Marktes (aber ich will ja nicht meckern, immerhin ist es ihr noch rechtzeitig eingefallen), deshalb schickte ich sie alleine los. „Du flitzt schnell los. Und ich lade in der Zeit noch ein paar Getränke ein!“, lautete meine – wie ich finde – klare Ansage. Ich lud also die Getränke ein, stellte mich in den Hauptgang und wartete kurz. K2 kam nicht. Hm.

Ich stand in unmittelbarer Nähe zu den Kassen und schlenderte samt Wagen langsam weiter. Kasse 8 war ziemlich leer. Ich wartete kurz und schaute mich nach K2 um. Sie kam immer noch nicht. Wahrscheinlich war sie irgendwo beim Spielzeug hängen geblieben oder überlegte noch, was sie noch so an Patronen, Radierern, Bleistiften usw. gebrauchen könnte. Ich belud das Band und schaute wieder nach ihr. Immer noch nix. Als ich den Großeinkauf wieder in den Wagen geladen und bezahlt hatte, ging ich zur „Information“ und ließ sie ausrufen. „Achtung eine Kundeninformation!“, hallte es durch den Supermarkt. „Die kleine K2 wird zur Information gebeten!“
„Naja, so klein ist sie auch  nicht“, grummelte ich vor mich hin. Und da kam sie auch schon. Ein bisschen böse auf  mich, weil ich unauffindbar gewesen wäre. Ich  musste mir einiges anhören… 😉

Von K1 indes würde ich, so war ich überzeugt, einen Gutschein erhalten: „Einmal richtig Wimperntusche auftragen“. Von meiner Art und Weise die Wimpern zu tuschen, ist sie alles andere als begeistert. Von jeher. Sie selbst macht es übrigens super. Und bei ihr sehen die Wimpern auch aus, wie sie laut Werbung auszusehen haben.

Doch es kam mal wieder alles ganz anders. Ich bekam eine niedliche Tasse (von Ritzenhof) für mein morgendliches Heizgetränk, die gefüllt war mit einer neuen Lidschattenfarbe und bunten Applikatoren und vielen kleinen Zetteln mit Lobeshymnen und Liebesschwüren. ❤

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Kategorien: Kükenkram, Neues aus dem Hühnerstall | Hinterlasse einen Kommentar

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