Langgelegt

Dass Jahr ist noch nicht wirklich weit vorangeschritten und ich habe mich zwei Mal langgelegt. Immerhin habe ich  mir nicht ernsthaft weggetan – körperlich zumindest nicht, meine ich.

Aber tief in mir drin, schmerzt es sehr, denn es ist mir so extrem peinlich. Und ich komme mir dann so alt vor. Nix ist mit hinfallen, aufstehen, Krone richten, weitermachen. 😉 Wenn ich liege, liege ich erst mal.

Ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal gefallen bin, aber es ist schon einige Jahre her. Damals bin ich an einer Treppenstufe hängengeblieben und im Prinzip die Treppe hochgefallen.  Der Weg nach unten war nicht besonders weit, aber schmerzhaft am Knie. Schon damals musste ich an meine Omi denken, die auf dem Nachhauseweg – mit mir an der Hand – einfach hingefallen ist und nicht mehr aufstehen konnte. Ich kann mich nicht mehr erinnern, warum sie gefallen ist, und was sie sich getan hat, aber jeder von uns kennt die Geschichten, von alten Leutchen, die fallen und sich sonst was brechen.

Ich bin also innerhalb von ca. 8 Wochen zwei Mal hingefallen und bin richtig ins Grübeln gekommen. Das erste Mal war an Fasching. Ja, von wegen, ich weiß, was ihr jetzt denkt, aber:  ich war nicht betrunken, nicht mal angeschickert. Oben auf der Bühne tanzte K2, unten auf einer Bierbank (schön in der ersten Reihe) schunkelten wir. Eigentlich sollten wir ja stehen, aber meine Banknachbarn hatten beschlossen auf den Bänken sitzen zu bleiben. Ich wollte gar nicht mehr schunkeln (offensichtlich hätte ich mich doch betrinken sollen, um daran Spaß zu finden). Das kann nicht gutgehen, dachte ich noch, schaute nach links und hob an: „Gleich geht die Bank …“ und zack ging es schon abwärts. Plötzlich saß ich auf dem Boden, knapp hinter der Bank. Scheiße! Ich saß da wie angewurzelt, keine Ahnung, wie ich hochkommen sollte. Nach vorne hoch ging nicht; soviel Kraft habe ich nicht in den Bauchmuskeln (welche Bauchmuskeln?). Umdrehen und den Po hochstrecken ging auch nicht, dann würde man meinen Slip sehen, das Marienkäferkleid war einfach zu kurz, für solche akrobatischen Übungen.  Alles lachte (wobei ich mir nicht sicher bin, ob es wegen der Bank war oder wegen einer Darbietung auf der Bühne) und der Hahn stand plötzlich vor mir und zog mich hoch. Es war mir so was von peinlich. Dass alle anderen immer noch auf dem Boden rumlagen und zappelten, tröstete mich wenig. 24 Stunden später haderte ich immer noch mit mir. „Ach, hat doch jeder gesehen, dass Sonja neben dir saß“, versuchte der Hahn mich zu beruhigen. Sonja ist eine liebe, nette Bekannte. Sie ist ziemlich groß, ziemlich sehr groß sogar und entsprechend breit.

Nun hatte ich gerade dieses peinliche Ereignis überwunden, da leihe ich mir kurzzeitig die Sportschuhe von K1, um zwei meiner Mädels im Training etwas vorzuhüpfen. Aus mir unerklärlichen Gründen, bremsten mich die Turnschuhe im Seitgalopp aus. Ich denke noch: Du wirst doch jetzt nicht fallen, das kann doch nicht sein, dass die Schuhe so eine Stopp-Funktion haben, setz‘ einfach das eine Beine nach und alles wird gut. Dann landete ich unter den Augen meiner Tanzkinder auf dem Boden, seitlich hingestreckt. Mein Glück, dass ich nicht schnell genug war, mich mit einer Hand abstützen zu wollen, die wäre vielleicht doch verletzt gegangen. So landete ich auf den Fettpolstern des linken Oberschenkels.

Nun versuche ich krampfhaft auch dieses peinliche Ereignis zu vergessen, aber K1 wird nicht müde, mich immer wieder daran zu erinnern, weil sie sich in dem Augenblick so erschreckt hatte. Auch der Hahn zeigte sich verwundert, warum ich mich einfach so auf die Nase lege. „Einfach so? Es war beim Seitgalopp!“, stelle ich die Situation klar. „Ach, du machst da ja richtig Sport?!“
*pfff* – Blödi, der!
Es ist mal wieder offensichtlich: Sport ist einfach nichts für mich.

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Kategorien: früher oder später | 2 Kommentare

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2 Gedanken zu „Langgelegt

  1. Claudia

    Hör auf zu jammern, ich schaffe das TÄGLICH! Und ich mache KEINEN Sport, nicht mal ansatzweise so etwas ähnliches. Bei mir reicht es, wenn ich einfach nur einen Raum verlassen will…oder betreten…oder Treppen benutzen…oder nen Fahrstuhl…oder mich hinsetzen…oder auftstehen….*seufz*
    Und ich bin weder körperlich irgendwie eingeschränkt (also außer zur Zeit aber am Bauchbewohner liegts nicht) noch alt, nur eben irgendwie vom Schicksal dafür auserkoren permanent meine Perspektive spontan zu ändern..meist in eine Perspektive von unten. :/

    Aber gute Besserung trotzdem für den Ego und ggf. schmerzende Körperteile!

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