Schlaflos im Hühnerstall

Montagmorgen 7 Uhr – Ich habe die ganze Nacht nicht geschlafen, zumindest meine ich das. Während ich mich in die Kissen drücke und mich wundere, dass ich trotzdem nicht gerädert bin, sondern genauso wach oder unwach wie sonst auch, fällt mir ein, dass ich das ein oder andere erlebt habe in den letzten Stunden.
Ich hatte einen roten Korb verloren (ich wusste gar nicht, dass ich einen habe?), sollte vor einem Chor singen und lief ohne Schuhe durchs Büro, und hatte wahnsinnige Angst vom Geschäftsführer dabei erwischt zu werden.

Ich habe keine Ahnung, woher diese Angst herrührt, schließlich habe ich immer (!) mehrere Paar Schuhe im Auto – was dem Wagen schon den Titel„Frau Huhns rollender Schuhschrank“ eingebracht hat – aber das nur so nebenbei.

Fakt ist, das die Nacht vom Sonntag auf Montag einen traurigen Höhepunkt in Sachen  Schlaflosigkeit darstellte. Ein bis zwei Stunden wachliegen, das kenne ich ja schon. Aber die ganze Nacht? Also was tun?

Ich habe nun die Erfahrung gemacht, dass es das Beste ist, einfach nicht darüber zu nachdenken. Einfach nicht darüber nachdenken, wie viel Zeit man wach gelegen hat und dass man vielleicht nur vier Stunden Schlaf hatte. Ignorieren hilft. Bisher bin ich mit dieser Haltung immer gut durch den Tag gekommen – einmal unterstützt durch ein 10-Minuten-Schläfchen. Also habe ich mir gedacht: Augen zu und durch, und dann ab ins Büro! Um halb neun war ich da. Um halb elf bekam ich einen toten Punkt und beschloss mal durchs Haus zu laufen, zumal ich eh im Erdgeschoss etwas abzuholen hatte. Auf dem Rückweg in mein Büro, entschloss ich mich dann aber Fahrstuhl zu fahren. Fahrstuhltür zu, ein Blick in den Spiegel, und „Dong!“ ich war wieder wach. Hellwach! Wer um Gottes willen, war diese Frau, die mir da entgegenblickte? Scheiße, das war ich. Ich hatte vergessen, mich zu schminken.

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Kategorien: SpiegelEI | 2 Kommentare

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2 Gedanken zu „Schlaflos im Hühnerstall

  1. housita

    Ich komme gerade aus einem kleinen Dorf bei Moskau zurück, wo ich leider meinen Weibergeburtstag verpasst und den Mädels mangels Kommunikationsmöglichkeiten auch nicht Bescheid gegeben habe. Gefühlt hat mich dieser Traum auch die ganze Nacht wach gehalten (was wechseljahrsbedingt leider die Regel und nicht die Ausnahme ist), aber dank dir werde ich das Haus nun angemessen zurecht gemacht verlassen 😉 Danke dafür.
    LG Ute

    • Ja, ich denke bei mir hat es auch was mit Hormonen und Wechseljahren zu tun. *seufz*
      Naja, solange es nicht schlimmer wird … 😉

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