Abenteuerurlaub

Ich hatte euch ja geschrieben, dass ich in der ersten Woche mit dem Hausmeister über den Durchlauferhitzer sprechen musste… Nach einer beinahe vollständig durchwachten Nacht bin ich dem (jungen) Kerl am nächsten Morgen beinahe erst um den Hals gefallen und wäre ihm dann gern an die Gurgel gesprungen. Und das kam so:

Am Vorabend höre ich gluckernde Geräusche aus dem Bad kommen. Muss der Durchlauferhitzer sein, denke ich, macht wohl Wasser warm. Bis dato war mir nie aufgefallen, dass es so laut ist. Da wir alle vier geduscht hatten, machte ich mir keinerlei Gedanken, dass es im Bad erst einmal nicht ruhiger wurde … Zwei Stunden später war das Geräusch immer noch da und langsam wurde ich unruhig. Ich lief zum Durchlauferhitzer, schaute nach den Lichtern und Schaltern. Irgendwann wurde auch Herr Hahn nervös und lief auch ins Bad.
Irgendwann wurde es draußen dunkel und wir lagen im Bett. Das Geräusch schien lauter und klang mehr nach fließendem Wasser. Der Hausmeister hatte längst Feierabend und die Anlage verlassen. Herr Hahn fing an, irgendwelche  (Wasser-)Hähne 😀 zu und wieder aufzudrehen, sowohl im kleinen Bad, als auch im großen Bad (yep, die Wohnung hatte zwei Bäder, eines mehr ein Gästeklo).
Ich schlich derweil rüber zu den Nachbarn, weil ich mittlerweile überzeugt war, dass es nicht am Durchlauferhitzer lag, sondern irgendwo ein Wasserhahn nicht zugedreht wäre. Ich hatte Glück, die Oma saß gechillt auf der Terrasse, während sich der Rest der Familie wohl noch irgendwo in der Stadt tummelte. Ich durfte alles kontrollieren. Das Geräusch war hier auch zu hören; eine Ursache fand ich nicht.

Später im Bett, war ich überzeugt, dass ein Rohr gebrochen sein musste. Das Wasser schien zwischen den zwei Wohnungen an der Wand entlang zu rauschen – so hörte es sich an – definitiv. Es hatte ja auch beim Einzug so feucht gerochen überall. Oh weh, ich sah uns schon die Wohnung wechseln. Nur mit Ohrstöpsel fand ich Schlaf – leider keinen erholsamen. Ich war jede Stunde wach und kontrollierte, ob schon irgendwas unter Wasser stand. Als es endlich hell draußen wurde, hoffte ich nur noch, dass ich endlich in der Agentur anrufen konnte bzw. den Hausmeister finden würde.

Um 8 Uhr kam der Herr Hahn vom Bäcker: „Der Hausmeister ist gerade gekommen…“ Ich schoss an ihm vorbei und fand den jungen Kerl am Pool. Als ich im fließenden Italienisch (ha-ha) mein Problem geschildert hatte, stürzte er an mir vorbei, Richtung Wohnung und faselte irgendetwas. „Come?“

Wisst ihr was es war? Er hatte vergessen die Beregnung auszustellen und der Wasserhahn dafür, hängt wohl direkt an der Wohnung, in der wir waren. Na toll! Aber richtig sauer war ich darüber, dass er sich nicht mal entschuldigt hatte …

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Kategorien: Italien | Hinterlasse einen Kommentar

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