Die ersten Tage

Wie schön, ab heute arbeite ich für mein Bankkonto, meldet der Bund der Steuerzahler. Das ist auch dringend nötig, musste ich selbiges doch gerade erst leerräumen, um den Urlaub zu bezahlen. Wie angenehm dabei, dass ich mich just im Urlaub befinde. Dass ich faul in der Sonne liege und das Mittelmeer bewundere, dafür Geld bekomme und sogar schon meine sozialstaatlichen Verpflichtungen schon bezahlt habe. Gutes Timing, dieser Urlaub! 😉

Dabei habe ich am Freitag noch gedacht, dass ich nie mehr in Urlaub fahre.  Urlaub. Das ist doch krank. Die Packerei (Freitag früh fand sich immer mehr, was noch mit eingepackt werden musste) und dann die Fahrerei. Dabei hatte ich mich ja für total schlau gehalten. Vergiss Stuttgart und die A81 habe ich mir gedacht, fahr über die A3. Und ja wahrscheinlich kam ich vom Regen in die Traufe. Fünf Stunden sollte ich unterwegs sein, sieben sind es geworden.

Aber Salzburg ist schön. Glaube ich. Als wir endlich dort waren regnete es aus Kübeln. „Es ist wie im April“, jammerte auch die Dame an der Rezeption und bot mir ein „Zuckerl“ an. Am nächsten Morgen ging es dann weiter nach Bibione. Aus den vom Navi angezeigten dreieinhalb Stunden wurden etwas über fünf. Aber immerhin konnten wir fahren; wir standen nur an der Zahlstelle ewig herum.

Diese ganze Fahrerei ist so anstrengend, und ich erinnere mich daran, wie genervt ich letztes Jahr auf der Heimfahrt war, als wir auch von einem Stau in den nächsten fuhren. „Wann“, frage ich den Hahn, „wann kann man eigentlich noch in den Urlaub fahren?“ „Nachts!“, antwortet er. Nachts fahren ist nichts für mich, niemals. Weder in die Nacht rein, noch aus der Nacht raus.

Tja, und jetzt sitze ich hier. 900 und noch etwas mehr Kilometer vom Hühnerstall entfernt und ist es echt schön. Als wir ankamen, gab es noch eine kleine Überraschung seitens der Agentur: Wir bekamen das ursprünglich gewünschte Reihenendhaus, welches die ganze Zeit als belegt gemeldet wurde. Nur einmal Nachbarn, keiner guckt auf die Terrasse, keiner muss zum Pool hier vorbei.

Wir sind nun zum zweiten Mal in Bibione, in der selben Anlage und haben auch am Strand unseren Platz in der selben Sektion wie im Vorjahr. Gestern am Strand war ich auf meiner Liege kurz weggedöst und als ich die Augen wieder aufschlug, hatte ich auf einmal so ein komisches aber nicht unangenehmes Gefühl. Die Zeit war irgendwie weg. Ich kann mich noch so gut an meinen Aufenthalt letztes Jahr erinnern, dass es mir plötzlich vorkam, als wäre ich nie weggewesen.

Es ist wirklich beängstigend zu sehen, zu spüren, wie schnell die Zeit vergangen ist.

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Kategorien: Italien | 8 Kommentare

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8 Gedanken zu „Die ersten Tage

  1. Erhole Dich gut Frau Huhn und genieße die freie Zeit 😀

  2. Geelinde

    Ich wünsch Euch gute Erholung! (Auf dass sie länger anhalte als bis zur Heimfahrt 😉 )

  3. Claudia

    Schönen Urlaub, Frau Huhn!

  4. Man könnte ja fast ein bisschen neidisch sein. Aber zum Glück ist das Wetter jetzt hier auch endlich sommerlich. Viel Spaß noch!

    • Ja, WENN man erst einmal angekommen ist, ist es herrlich.
      Ich wünsche dir und allen anderen, die derzeit nicht in Urlaub fahren können/wollen noch ganz viel Sommer daheim. Und bitte haltet ihn fest! ❤

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