Ohne uns geht (fast) gar nix

Ohne uns Frauen, wären die Männer doch echt aufgeschmissen. Zumindest gilt das für langjährige Beziehungen; zumindest gilt das für meine Beziehung. Manchmal überlege ich wirklich ob mein Hahn ohne mich überhaupt im Alltag klar kommen würde.

Ja, klar, er kann kochen –besser sogar als ich. Und er kann grillen. 😀
Er kann auch putzen. Beim Wäschewaschen und Bügeln wird es dann schon etwas kritischer. Aber hey, seine Hemden kommen sowieso in die Reinigung und die T-Shirts – ach, ja, die müssen ja nicht so akkurat sein.  Zum nackten Überleben würde es wahrscheinlich reichen.

Aber es gibt ja noch einige Tücken; Kleinigkeiten, die, wenn nicht rechtzeitig erkannt zum massiven Problem werden können. Da kommen dann wir Frauen ins Spiel und bewahren unsere Partner vor Ungemach.

Aktueller Kopfschüttelauslöser im Hühnerstall:

Der Hahn ist seit letztem Jahr Soli-Abonnent der Printausgabe der Frankfurter Rundschau (ich habe jetzt die Tablett-Ausgabe und verzichte auf print )

Ich: „Denkst du daran, dass die Rundschau für die Urlaubszeit abzubestellen?“
Er: „Kannst du das nicht machen?“
Ich: „Das geht doch ganz einfach online. Ich kenne doch deine Daten gar nicht.“
Er: „Ich auch nicht. Was für Daten überhaupt?“
Ich: „Warst du noch nie im online Kundencenter?“
Er: „Nee!“
Ich: „Eine Kundennummer wäre für den Anfang schon einmal nicht schlecht.“
Er: „Ja, ich guck‘  mal.“

Ein paar Tage später hat er natürlich immer noch nicht geguckt. Ich hake nach. „Ja, ich guck mal.“

Als ich ihn das nächste Mal anspreche, meint er,  er könne sich gar nicht erinnern, überhaupt schon einmal eine Kundennummer gesehen zu haben. Nein, natürlich nicht, wozu braucht er auch eine Kundennummer? „Ach, hast du noch NIIIIEEE eine Rechnung von der FR bekommen? Das ist ja ein tolles Abo!“, ein bisschen Spot konnte ich mir nicht verkneifen.

Am vergangenen Wochenende fragte ich wieder nach, als der gnädige Herr sowieso an seinem Rechner saß. „Ich kümmere mich sofort darum…“, meinte er. Zwanzig Minuten später kam schon sein erster Hilfeschrei. Sämtliche Nummern auf dem virtuellen Kontoauszug funktionierten nicht als Kundennummer; er konnte sich nicht im online-Kundencenter einloggen.

„Das darf doch nicht wahr sein, du MUSST doch eine Bestätigung bekommen haben…“, maulte ich rum, stapfte ins Arbeitszimmer zu seinem Ablagekörbchen, hob zwei, drei, vier, fünf Blätter hoch und hielt sie in der Hand: Seine Auftragsbestätigung, samt Kundennummer. *Grrrrrrrrrr*
Er: „Oh, was hast du das denn gefunden? Im Ablagekörbchen? Da hatte ich aber doch geguckt …“ 😯

 

 

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Kategorien: Ein Paar Problemchen | 2 Kommentare

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2 Gedanken zu „Ohne uns geht (fast) gar nix

  1. Claudia

    Naja als massives Problem würde ich die Weiterlieferung einer Zeitung während eines zweiwöchigen Urlaubs nun nicht bezeichnen. Klar unschön und unnötig aber nichts was die Gesundheit, das Leben oder die finanzielle Sicherheit ernsthaft bedrohen würde.
    Aber ich weiß was du meinst. Geht mir mit meinem Mann auch manchmal so. ich erkläre es mir aber einfach damit, das ich mich in MEINER Abteilung eben besser auskenne als er. Dafür ist er der Profi in seiner Abteilung.

    • Das stimmt, das sind keine massiven Probleme. Habe ich aber auch nicht behauptet. Geht mehr so um die Kleinigkeiten/ die Tücken des Alltags. 😉

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