Urlaub voraus

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Das ist doch alles absurd: Ich sitze hier und denke: Heute in zwei Wochen sitzt du genau jetzt am Strand. Hurra, Urlaub! Meine Freude wird getrübt durch den Gedanken, dass ich in genau vier Wochen wieder hier am Schreibtisch sitzen werde. Oder aber am Frühstückstisch, weil ich zu lange geschlafen habe, was kein Wunder sein wird, nach einer anstrengenden Heimreise. Spätestens im Großraum Pforzheim – Stuttgart – Heilbronn wird meine Erholung perdu sein, denn aus irgendwelchen Gründen, ist man dort nicht in der Lage einfach nur mal die Autobahn auch als solches zu benutzen, einfach nur mal Auto zu  F A H R E N. Hier steht man immer im Stau – scheiß egal, ob Berufsverkehr, Wochenende, morgens um 5 Uhr oder nachmittags um 15 Uhr.

Ich denke darüber nach, über die A3 zu fahren. Und ich denke darüber nach, wie lächerlich es ist, wegen zwei kläglicher Wochen so einen Hype zu machen. Auf diese zwei Wochen habe ich 52 Wochen gewartet. Ist irgendwie ein bisschen tragisch, auch wenn man bedenkt, dass ich genauso lange gewartet habe, bis es Sommer wird. Jetzt hatte ich doch letzte Woche tatsächlich das Gefühl, dieses Jahr könnte es etwas werden mit dem Sommer … Aber nein, ich muss wieder 1.000 Kilometer fahren, um für zwei Wochen im Jahr Sommerfeeling zu genießen.

Das wird noch Theater geben im Hühnerstall, das mit den zwei Wochen. Wir Weibsen wollten alle drei Wochen verreisen; der Hahn nicht. Dem sind drei Wochen Sonne, Strand und Meer einfach zu langweilig. Man könnte gerade meinen, wir würden auf die Malediven fliegen. Aber nein, wir fahren in eine touristische Hochburg in Italien. Dank des kalten Wetters grummeln wir jetzt schon alle und mindestens einmal am Tag zischelt einer „warum können wir nicht länger bleiben…“
Ich glaube, das könnte ganz kritisch werden für den Hahn, spätestens in vier Wochen …

Ist das jetzt Luxusjammern? Nein, das wollte ich nicht. Ich will hier nur aufführen, wie irre und aufwändig es doch ist, diese zwei Wochen Urlaub im Jahr zu planen. Und wäre es nur eine Woche, wäre es genauso aufwändig. Schon Wochen vorher gerät man in Planungsstress, weil man ja auf keinen Fall etwas vergessen will.
Brauche ich für das bisschen Sommer wirklich einen neuen Bikini über 100 Euro? Warum ist es so schwer ein paar wenige Sachen in einen Koffer zu werfen? Und warum hat man doch immer das Gefühl nicht das richtige dabei zu haben? Und reichen zwei Wochen wirklich aus, um sich von den anderen 50 bis 52 Wochen zu erholen? Und warum ist das alles immer so teuer? Und warum kann man auf der A81 nicht ein

fach mal Auto fahren? Welche Bücher nehme ich mit? Wie viele Handtücher braucht man, wenn man vor Ort nicht waschen will? Fragen über Fragen, Listen über Listen.
Ach, da fällt mir ein, ich habe noch keine gescheite Kofferpack-Liste-App gefunden.
Und ja man will das alles perfekt wird. Man hat ja nur die kurze Zeit …
Aber egal jetzt, ich werde mich jetzt freuen – bedingungslos – und auf gar keinen Fall mehr an die Zeit danach denken. Das werden die längsten zwei Wochen meines Lebens – Sommer mit allem drum und dran!

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Kategorien: auf Reisen | 2 Kommentare

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2 Gedanken zu „Urlaub voraus

  1. 🙂 Gallina kennt Heilbronn. Ich bin beeindruckt. Buona Vacanza!

    • oh ja, ich kenne Heilbronn. nee, nicht wirklich, nur vom auf der Autobahn rumstehen. da willste mal eben schnell deine Freundin in Stuttgart besuchen. Nicht einmal 2 Stunden wohnt sie von mir weg. Tja, aber vorher musst du über Heilbronn… 😉 und schon verlängert sich die Strecke um 1,5 Stunden.

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