Licht an!

Seit 8 Uhr sitze ich im Büro. Seit 8 habe ich die Schreibtischlampe, die man dimmen kann, auf höchste Helligkeitsstufe eingestellt. Jetzt ist es 10 Uhr und die Lampe leuchtet immer noch. Und ich wette, dass sie immer noch leuchtet, wenn ich diesen Post online gestellt habe.

Ich sage euch was: Das wird nichts mehr mit dem Wetter! Nach dem sonnenärmsten Winter, folgt nun das sonnenärmste Frühjahr. Fakt! Die Hoffnung auf Sommer mit konstanter Wetterlage könnt ihr getrost begraben. Das wäre dann das vierte Jahr in Folge ohne Sommer.

Das sind die Folgen der Klimaerwärmung oder (als besseres Wort) des Klimawandels. Der Deutsche Wetterdienst hat im vergangenen Jahr in seiner Reihe „Thema des Tages“ auf seiner Homepage genau darüber geschrieben. Leider sind die Themen nur 30 Tage im Archiv abrufbar, so dass ich hier jetzt nicht verlinken kann.

Stattdessen findet man unter dwd.de eine eigene Rubrik „Klimawandel“. Und dort wiederum findet man einen Vortrag (in gedruckter Form) zum Thema „Klimawandel in Deutschland, Hessen. Frankfurt – wo stehen wir?“ und dieser Bericht wird beworben mit: „Der Klimawandel ist längst in Deutschland angekommen und zeigt sich z.B. in längeren Vegetationsperioden, heißen, trockeneren Sommern und häufigeren Extremwetterereignissen.“

Interessant an diesem Satz: 1. Hier ist von heißen, trockeneren Sommern die Rede. 2. Schreibt der DWD „z.B.“. Das finde ich schon kurios, zeigt es doch, dass eigentlich niemand irgendetwas Genaues weiß, oder? Heiße, trockenere Sommer? War zuletzt 2003 – der erste Sommer für K2, tagelang 40 Grad und ich dachte, das würden meine Schwiegerleute nicht überleben.

Ihr wisst, dass ich mich jährlich mindestens einmal im Jahr im Blog über den Sommer in Deutschland auslasse. Ich finde das Thema irgendwie wohl faszinierend. Letztes Jahr hatte ich drei Wochen lang Sommer – in Italien! So richtig aber, mit draußen sitzen bis zum Mitternacht, mit halb nackt herumlaufen den ganzen Tagen, mit Stechmücken und Eis, heißem Strand und warmen Meer – und was sonst noch alles dazugehört. (Aber auch  mit Gewitter, Starkregen und einem von Hagel zerbeultem Auto – alles hat offensichtlich seinen Preis).

Wenn ich mich so richtig schön in das schlechte Wetter oder besser in das unbeständige Wetter hineinsteigere, und deprimiert mit Kuscheldecke und Heizkissen auf der Couch liege, dann überlege ich mir, wie denn die Alternative aussehen könnte? Ich habe bisher noch keine Idee, weil ich ja mein Leben im Hühnerstall auch nicht einfach aufgeben kann (ich bin zu feige).

Also tröste ich mich mit der Aussicht auf meinen nächsten Sommerurlaub und folge auf Twitter den Accounts von Venedig, Bibione und deren Bewohnern, schaue mir die schönen Bilder an und träume vor mich hin.

Tja, und schon ist es 11 Uhr. Das Licht auf meinem Schreibtisch brennt immer noch, die Sonne ist immer noch nicht zu sehen, ich bin weiterhin deprimiert. Zeit für ein Video:

AUFHEUL!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

 

 

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Kategorien: frisch gelegt | 3 Kommentare

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3 Gedanken zu „Licht an!

  1. Ach, über das Wetter an sich, beschwere ich mich nicht. wenn Winter ist, soll es auch Winter sein. Aber wenn der vorbei ist, will ich es auch einfach mal wieder warm haben.

    Interessanterweise ist heute (Samstag) das Wetter total schön und ganz anders als in der Wettervorhersage gemeldet.
    Wie dem auch sei, habe ich es heute schon genossen – ganz deinem Rat folgend 🙂

  2. Claudia

    Naja, mich interessiert das Wetter nicht so sehr. Ganz im Gegensatz zu den gefühlten 99% der Deutschen, zu denen du offensichtlich auch gehörst ;-), die sich immer über das Wetter beschweren.
    Man hört immer überall die ganze Zeit das es entweder zu warm zu kalt, zu trocken, zu nass oder zu xyz ist. Die Medien steigen voll drauf ein und pötzlich ist jede Jahreszeit die *beliebiger Superlativ* der letzten xy Jahre.
    Wie man das Wetter findet ist doch ganz individuell. Ich zum Beispiel finde nicht das ALLE Sommer der letzten 4 Jahre keine Sommer waren. Da ich zwei Rotschöpfe zu Hause habe, die Sonne weder vertragen noch heißes Wetter besonders mögen, erinnere ICH mich bei den letzten Sommern vor allem an die Wochen in denen ich hinter geschlossenen Jalousien mit nörgelnden, schwitzenden Kindern verbringen durfte.
    JA, ich fand diesen Winter auch extrem lang und sonnenarm und Ja auch in mir verzehrt sich alles nach Sommer, Sonne und Hitze aber hey, hier scheint seit ein paar Tagen die Sonne und wir haben angenehme 25-27 Grad mit einer leichten Brise. Das hatten wir auch schon mehrere Tage in Folge vor den Eisheiligen und davor auch schon. Es ist erst MAI, Sommer ist erst im Juli und August.
    Genieß die schönen Tage und vergiss die regnerischen und mach es dir dann lieber mit deiner Familie oder einem guten Buch gemütlich.

  3. Hallo wildes Huhn,

    Ja, mit dem Wetter ist das so eine Sache … bei uns in RLP vergeht kaum eine Woche, in der es nicht regnet … und nach 9 Monaten Tratschwetter … ja neun Monate … bin ich es auch langsam leid … dauernd diese Dunkelheit … ohne Sonne … wenn denn die ab und zu mal scheint … könnte man ein rotes Kreuz in den Kalender machen ,,,, ich hoffe immer noch auf den Sommer … vielleicht kann der Juli oder August noch was wett machen …

    Der Mai ist ja bekannt für seine feuchten Eskapaden … deshalb muss man das aussitzen … finde es auch blöd … denn ich muss täglich 2 mal raus in Wald und Feld … ( bin 2-fach-Hundebesitzer) … und bekomme das dann immer hautnah mit … deshalb lautet meine Devise „Augen zu und durch“ … nicht verzweifeln …
    LG
    Grenadine

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