Blöder Nachbar

Dass die  neuen Nachbarn, die mittlerweile längst nicht mehr neu sind, mir aber so vorkommen, nicht so toll sind, wie wir gehofft hatten, wisst ihr ja schon (habt ihr aber sicher vergessen 😉 ), aber was ich nun erlebt habe, schlägt dem Fass (beinahe) den Boden aus.

Es war an einem Freitag, ich kam gerade von der Arbeit, und freute mich über die Tatsache, dass nun Wochenende war. Gleich würde ich alles von mir werfen, was irgendwie mit Arbeit und Büro zu tun hatte und in irgendwelche Wohlfühlklamotten springen. Ich fuhr das Auto in die Garage, lief durch den Hof, stürzte um die Ecke Richtung Haustür und blieb wie angewurzelt stehen, als etwas Vierbeiniges in schwarz-weiß erschrocken davon stob. Eine Babykatze????!!!!!!!!

Nein, das darf einfach nicht sein. Vielleicht hatte ich mich ja verguckt und es war eine kleine aber schon „erwachsene“ Katze. Ich lud alle Sachen im Hausflur ab und flitze in den Garten, und da fand ich sie. Nicht wirklich Baby, aber auch nicht erwachsen. Nicht wirklich zutraulich, aber auch nicht ängstlich. Ich wohne ja an einer vielbefahren Straße (*seufz*) auf der schon mehrere Katzen ihr Leben ließen (*snief*), dementsprechend nervös werde ich, wenn wir Katzenbesuch im Garten haben. Das Tier war definitiv noch zu unerfahren, um am hellichten Tag heil über die Straße zu kommen. Außerdem wirkte es orientierungslos uns suchte offensichtlich nach seiner Mutter.

Tja, was tun Frau Huhn?

Beim letzten Mal, als mir eine Katze zugelaufen ist – die drei Tage (und vor allem Nächte) „weinend“ durch den Garten geirrt ist – hatte ich sie mit Hilfe einer Freundin (die dummerweise an einer Katzenhaarallergie leidet) eingefangen. Da der Hahn nicht da war, blieb mir nur diese Freundin, weil unsere Nachbarschaft dementsprechend nichts hergab.

Diesmal so freute ich mich, würde nicht die Allergikerin von fünf Straßen weiter anreisen müssen. Dieses Mal würden mir bestimmt die neuen Nachbarn helfen, die schließlich total tierlieb sind.

Ich lief über die Straße und klingelte also bei den tierlieben Nachbarn. Es machte niemand auf (nichts Neues). Aber ich hörte Musik und sah einen Schatten am Küchenfenster. Also klingelte ich noch einmal, noch einmal und noch einmal, bis ER sich bequemte doch noch an die Tür zu kommen. Ich entschuldigte mich artig und schilderte die Situation. ER, der seine kleine Tochter auf dem Arm hielt (ein Jahr alt) schaute mich irritiert, ablehnend und gelangweilt an. „Kannst du kurz mitkommen und mir helfen?“, bat ich ihn trotzdem. „Ähm, wie denn?“ fragte er zurück und zeigte mit dem Kopf auf seine Tochter, die brav in seinen Armen lag. Ich schaute demonstrativ zum Buggy, der aussah, als wollte er benutzt werden, was aber wohl nur ich registrierte.

Ich unternahm einen weiteren Versuch, aber der nette Nachbar ließ sich nicht erweichen. Stinksauer zog ich von dannen, hockte mich frustriert ins Gras und schaute dem Katzenkind beim Spielen zu …

Eine Stunde später kam endlich K2 von der Schule. Eiligen Schrittes lief ich ihr entgegen – und als wir endlich wieder im Garten standen, war die Katze unauffindbar, und bis heute ist sie nicht wieder aufgetaucht. Mit dem Nachbarn habe seitdem kein Wort mehr gesprochen, und werde es auch nicht. Ich hoffe auf „man trifft sich immer zwei Mal im Leben“ und werde ihm dann, wenn er um Hilfe bittet, genussvoll die Tür vor der Nase zuschlagen!

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Kategorien: MotzerEI | Hinterlasse einen Kommentar

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