Nervenkitzel

Die Reiserei nach Italien verlangt mir im Vorfeld ja nervlich oft einiges ab. (Ihr erinnert euch an meinen Bericht/Post über die Schweizer Vignette?)

Heute habe ich die Liegestühle reserviert. Ja, richtig gelesen. Vor einiger Zeit schon bekam ich eine Mail vom Vermieter, dass man in Bibione nun seine Liegestühle online reservieren könne, und wenn ich wollte, könnte man mir die dazugehörigen Daten schicken.

Natürlich wollte ich. Gibt es doch nichts schöneres, als alles online zu erledigen, oder????

Ich habe es ein bisschen hinausgezögert, aber dieses Wochenende sollte es endlich soweit sein. Aber es war gar nicht so einfach und wie seinerzeit bei der Vignette bin ich jetzt schon wieder ganz zittrig.

Zuerst habe ich die Mail mit den Daten nicht gefunden; sie lag nicht mehr im web.de Postfach (erste Panikattacke). Zum Glück leite ich aber alles ans Handy weiter und so lag eine Kopie noch bei Googlemail. Die Reservierungsseite war auf deutsch – natürlich, Deutsch ist die erste Fremdsprache in Bibione, vor Englisch! Soweit alles gut.

Trotzdem habe ich ewig gebraucht, bis ich auf der Minikarte, die aufploppte den Strandabschnitt gefunden hatte, an dem wir letztes Jahr waren. Dann waren jede Menge Bereiche noch gesperrt. Nach einer gefühlten Ewigkeit hatte ich die letzten zwei Plätze nebeneinander in der vierten Reihe ausgemacht (Reihe 1-3 kosten einen Aufpreis, das spare ich mir).

Ich wähnte mich am Ziel, aber das System hat mich immer nur ein Set (für zwei Personen) reservieren lassen. (Zweite Panikattacke). Es hat etwas gedauert, bis bei mir der Groschen gefallen ist. Über die Reservierungsnummer der Agentur kann ich kostenlos ein Set buchen; das zweite muss ich selber bezahlen. War letztes Jahr genauso. Pro Wohnung gab es ein Set kostenlos dazu.

Also habe ich im Eiltempo den kostenlosen „posto spiaggia“ reserviert und dann gleich den kostenpflichtigen. (Dritte Panikattacke). Wäre ja noch schöner, wenn genau jetzt jemand anders online wäre, der mir den Platz wegschnappen würde. Das ganze Procedere erinnerte mich ein bisschen an die online Kartenreservierung vom Kino.

Nun kam ich zum Bezahlvorgang; mit Kreditkarte. *uff* Doch dann die nächste Panikattacke: der Bezahlvorgang wäre dank 3d Secure super sicher. Ja, so super sicher, dass ich überhaupt nicht mehr wusste, wie das ganze Procedere funktioniert. Also habe ich mich auf den Internetseiten meiner Bank informiert und wurde noch nervöser, denn hier war von einem Passwort die Rede.

Dunkel konnte ich mich erinnern, dass ich schon einmal auf diese Weise bezahlt habe und auch damals sehr hektisch wurde. Welches Passwort, verdammt noch mal. (Panikattacke 5-10). In meinem Notizbuch fand ich einen Eintrag zu 3d Secure; der stand so weit oben, dass ich mich schon vor zig Jahren damit beschäftigt haben musste. Komisch, komisch, komisch.

Irgendwann beschloss ich dann aber doch einfach mal den Bezahlvorgang zu starten und gab meine Daten ein. Dann ging ein neues Fenster auf und dann klingelte mein Handy. Wahnsinn ich hatte eine mobile TAN von meiner Bank erhalten. Wann hatte ich das denn eingerichtet?

Ich sage euch, den Liegestuhl in der vierten Reihe (oder besser in der ersten Reihe für Normalverdiener), habe ich mir redlich verdient. In mein Notizbuch habe ich mir unter 3 d Secure nun notiert: „MACH ES EINFACH!“

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Kategorien: auf Reisen | Hinterlasse einen Kommentar

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