Die Umsetzung

Nach meinen gesammelten Erkenntnissen, habe ich den Punkt „Nichts gefallen lassen“ schon einmal auf der Arbeit angewandt. Mir geht es seit Monaten auf den Geist, wenn meine *ach-ich-kann-es-immer-noch-nicht-aussprechen*, also die Madame, Arbeitsaufträge einfach so auf den Schreibtisch knallt, wenn ich nicht da bin. Genauso blöde, wenn sie mich mit Kleinigkeiten zuballert, die ich immer sofort erledigen soll, auch wenn ich gerade in eine andere Arbeit total vertieft bin.

Madame meint, wenn sie schreit, müsste ich immer alles stehen und liegen lassen. Ich habe innerhalb meiner Arbeitsstelle aber noch ein Aufgabengebiet zugeteilt bekommen, mit dem sie so gar nichts zu tun hat. Und immer wenn ich für dieses – nennen wir es mal Ressort – arbeite, scheint sie das irgendwie nicht verkraften zu können.

Sie: „Frau Huhn rufen Sie dort mal an und fragen Sie…“  tritt ab. Dreht wieder um:  „Ach, und fragen Sie auch, ob.. Und wenn nein, dann…“ Bla-bla-bla. Jeder Scheiß‘ wird vorgegeben und wehe ich rufe dort an und getraue mich die Frage anders zu formulieren oder ein Komma wegzulassen 😉 .

Seitdem ich nun in diesem Jahr wieder angetreten bin, hat Madame mich erst einmal zwei Tage in Ruhe gelassen, damit ich mir eine Übersicht verschaffen konnte  (immerhin – ich muss gestehen, dass ihr das nicht zugetraut hätte). Montags dann Abteilungsbesprechung. Madame setzt voraus, dass ich ihre Arbeit, die sie für mich hat, natürlich sofort erledigen müsse. Lauter Kleinkram, der irgendwann im AUGUST!!! – zu einem Ganzen zusammengefügt werden muss.

Sie: „Bla-bla-bla“. Ich: „Nein!“ Sie: „?“ Ich: „Ich habe sehr viel für das andere Ressort zu erledigen. Termin: Mitte Februar. Ab März beschäftige ich mich dann wieder mit der August-Sache. Ich habe keine Lust, ständig meine Arbeit für das andere Ressort wegen aufschiebbarer Tätigkeiten zu unterbrechen. Mich jedes Mal neu da ‚rein zu arbeiten. Nicht fertig zu werden oder sogar Fehler zu machen, weil ich ständig aus meiner Konzentration gerissen werde.  Wenn es nicht gewünscht ist, dass ich für das andere Ressort auch arbeite, dann soll mir das der Geschäftsführer mitteilen. Bis dahin möchte ich gerne eine ordentliche Arbeit erbringen.“

Rumms! Gut gebrüllt, Löwe Huhn!

Advertisements
Kategorien: Huhn@work | 4 Kommentare

Beitragsnavigation

4 Gedanken zu „Die Umsetzung

  1. Claudia

    Genau, nimm diese Gefühl mit ins Mitarbeitergespräch und sag uns vorher Bescheid, dann feuern wir dich vorher nochmal richtig an, damit das dann auch klappt und aus dem brüllenden Huhn kein schleichendes Hühnchen wird. 🙂

  2. chasolu

    Auf die Hühnerflügel, äh Schulter klopf. Sehr gut Frau Huhn, auch ich bin stolz auf Dich. Und nimm dieses Gefühl mit in der jährliche Mitarbeitergespräch 😉 Viel Erfolg 😀

  3. Claudia

    Huhn ich bin mehr als stolz auf Dich!! *Applaus*

    • *krchchch* *verbeug* – naja, wir werden sehen, das hat bestimmt noch ein Nachspiel bei jährlichen Mitarbeitergespräch. Ist mir (im Moment aber noch) schnurzpiepsegal.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Erstelle eine kostenlose Website oder Blog – auf WordPress.com.

%d Bloggern gefällt das: