Auf der Buchmesse

Einige von euch wollen sicher wissen, wie es auf der Buchmesse war. Hier also mein Bericht 😀

Pünktlich um 9 Uhr war ich am Donnerstag auf dem Messegelände und ließ mich vom Shuttle-Bus zur Halle 3 bringen, die ich durch einen Seiteneingang betrat. Ich stand vor dem Stand des Piper Verlages und sah meinen ersten Promi. Den, den ich immer treffe, wenn es darum geht Prominente zu treffen: Reinhold Messner 😦 . Wo war denn Charlotte Roche?

Ich schlenderte den Gang hinauf, den nächsten wieder hinunter. Ein hübscher junger Mann (Student?) hielt mir die zwei Zeitschriften von Stiftung Warentest hin. „Möchten Sie …“nuschel. Ich: „Wie bitte?“ Er: „Möchten Sie zwei Zeitschriften der Stiftung Warentest mit den neusten Testergebnissen probelesen?“ Ich: „Muss ich dafür was unterschreiben?“ Er: „Ja“ Ich: „Dann nicht!“ Er mit einer samtweichen Stimme: „Schaaade“.  Hm-hm. 😀

Kurzzeitig leicht schwebend, bog ich um die nächste Ecke. Vor mir baute sich, mit einem Abbild von Steve Jobs, der Bertelsmann Verlag vor mir auf. Rike Drust war nicht zu sehen. Auch nicht auf den Ankündigungen. Schade! 😦 Guck mal an: Die Biografie von Steve Jobs und die Muttergefühle von Rike Drust zusammen beim Bertelsmann Verlag…

Im Bereich „Kinder- und Jugendliteratur“ stattete ich dem Arena Verlag einen Besuch ab. Dessen Bücher gefallen mir nämlich besonders gut – auch schon vom Optischen. Weil es noch keines meiner ins Auge gefassten Werke für den Kindle gibt, fragte ich prompt nach. Im Frühjahr soll es soweit sein, bekam ich zur Antwort – na, hoffentlich. Den Katalog nahm ich schon einmal mit. Dick und schwer, lag er in meinem Rucksack.

K2 hat ihre Favoriten schon 'rausgesucht 😉

Außer noch einem Prospekt von Loewe nahm ich sonst nirgends mehr ein Verzeichnis mit. Alle Bücher, die mich interessierten notierte ich mir in mein Notizbuch oder nahm sie gleich mit. Nein, stimmt nicht, das machte ich NATÜRLICH  nicht. Aber die Versuchung war groß. Bei Droemer Knaur z.B. sogar sehr groß. Meterhoch bauten sch die Taschenbücher in eine Art Plexiglas-Setzkasten vor mir auf. Immer zwei in einem Fach. Nahm man eines ‚raus, viel es gar nicht auf.

Gerade am Tag vorher hatte ich im Radio einen Bericht über den Bücherklau auf der Buchmesse im HR gehört. „Auch die Fachbesucher klauen wie die Raben“ tönte es mir aus dem Radion entgegen. Naja, ich habe keinen einzigen Raben gesehen und mich auch nicht wie einer verhalten. All‘ die Jahre vorher habe ich schon hin- und wieder jemanden beim Bücherklau gesehen.

Und ich bekam nichts geschenkt. Auch das bin ich anders gewohnt. Vor 15 Jahren konnte ich mir immer ein paar Bücher erobern, erschleimen, ergattern – keine Ahnung, wie ich das gemacht habe. Aber mein Charme ließ die Italienerin am Stand von Pons offensichtlich völlig kalt. Sie zeigte mir alles zum Thema „italienisch“, ich sprach Sie – nachdem ich eine Vermutung hatte, sogar auf italienisch an: „Scusi, Lei è italiana?“ was sie freudig bejahte. Aber glaubt ihr, sie hätte mir dieses kliztekleine, nagelneue Rätselbüchlein geschenkt? Hunderte lagen auf dem Tisch vor uns – keines gab sie her. 😦

Auch bei der blue ocean AG – die mit den Lillifee – Zeitschriften – konnte ich nichts mitnehmen, weil irgendwelche französischen Männer direkt bei mir standen und irgendwie erwarteten, dass ich auf ihre Frage, auch auf französisch antwortete. Geht’s noch? Die Ignoranz der Franzosen gegenüber der englischen Sprache geht mir total auf die Nerven. Ich ging zu einer Dame am Stand und fragte, ob man auch dieses Jahr die Lillifee – Zeitschriften vergünstigt kaufen könne. „Ja, aber erst am Sonntag“. Also auch das war nix. K2 war später total enttäuscht.

Das einzige, kleine Erfolgserlebnis, was ich hatte, hatte ich meinem neuen Kollegen zu verdanken. Der hatte mich im Vorfeld darauf hingewiesen, dass es einen Verlag gäbe, der Zeitungsartikel aus dem Ausland mit Vokabelteil versehen, auf der Buchmesse verteilt. In einer Tüte waren Zeitungen auf englisch, französisch, spanisch und italienisch. Das war ein echter Tipp. Und da ich nur die italienische Ausgabe wollte, freute er sich heute über mein Mitbringsel der restlichen Zeitungen.

Um 11:30 Uhr sollte ich bei dem Verlag vorbeischauen, dem ich die Freikarte zu verdanken hatte. Ich muss zugeben, ein bisschen Bammel hatte ich schon, wusste ich ja schon, dass wir wahrscheinlich nicht zusammenkommen würden. Die Sorge erwies sich als unbegründet. Zwar sah Herr L. aus wie ein typischer, penetranter Verkäufer, was er aber wirklich nicht war. Wir unterhielten uns prächtig und ich konnte ihm einen Tipp geben, welche unserer „Schwestern“ für ihn interessant sein könnten. Nächstes Jahr wird die Freikarte wohl nach NRW gehen… 😦

Mein Fazits:

  • Wenn es sich irgendwie einrichten lässt, gehe ich nie mehr am Wochenende zur Buchmesse
    – und –
  • Du kriegst nichts geschenkt – auch nicht auf der Buchmesse
Ach, doch, ich habe doch etwas geschenkt bekommen:
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Kategorien: frisch gelegt | Schlagwörter: | 7 Kommentare

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7 Gedanken zu „Auf der Buchmesse

  1. Nachtrag: ich hatte bei Facebook auf die ArenaVerlag Pinnwand geschrieben, dass ich mich freue, wenn sie nun auch ins ebook-Geschäft einsteigen mit der
    Bitte, sie sollen schnell machen. Antwort: „So schnell wir können!“ – DAS finde ich sehr nett 🙂

  2. Kerstin

    das T-Shirt willst doch nicht im Ernst anziehen … waaaaah 🙂

  3. chasolu

    Also ich wohne ja in NRW, aber ich arbeite nicht bei einem Verlag 😦 Vielleicht schaffe ich es ja irgendwann mal auf die Buchmesse. Ich weiß auch schon, wo ich wegen einer Übernachtungsmöglichkeit nachfragen kann 😀

    Aber das T-Shirt, das ist klasse. Hast Du denn auch das passende Wörterbuch zu dem Shirt bekommen ? Oder war der Langenscheidt-Verlag auch knauserig ??

    Es hört sich aber nach einem tollen Tag an. War doch gut, dass Du die Freikarte in Anspruch genommen hast.

    • nein, es gab nur das T-Shirt, was mir nicht einmal passt. Aber K1 steht es sehr gut!!! Und zu ihr passt es auch. Sie hat schon mehrfach den Kerlen Tipps gegeben. Einmal zum Thema: „Soll ich sie ansprechen?“ Dann: „Soll ich sie heute küssen?“.

      • chasolu

        Wie klasse, dass sich die Männer Tipps bei K1 holen 😉 Dann erfüllt das Shirt doch seinen Zweck

      • eigentlich sind es ja noch keine Männer…. 😉

      • chasolu

        Männer in Ausbildung. Bei der Trainerin sollte doch nichts schiefgehen 😉

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