Schule ist doof: Das fängt… Teil 2

Auch der zweite Schultag nach den Ferien bringt „angenehme“ Überraschungen: So kommt der Klassenlehrer mitten in einem anderen Fach in die Klasse gesprungen, um den Kindern zu sagen, dass sie „ätschi-kolätschi“ am Mittwoch doch schon neun Stunden Unterricht hätten. Schade nur, dass die Schule für die erste Woche kein Mittagessen anbietet… Aber das ist ja nur eine Kleinigkeit.

Die Deutschlehrerin gibt ihren Materialwunschzettel an – habe ich gar nichts dagegen. ABER: Sie besteht darauf, dass die Kinder mit Füller schreiben. Ein Füller verfeinere das Schriftbild. Aha. Bei allem Verständnis für den Wunsch der Lehrerin nach einer leserlichen Schrift, geht mir das wirklich zu weit. Beide Küken schreiben seit jeher mit Tintenroller. Beide haben ihren Füllerführerschein mit Tintenroller gemacht! 😀  , weil sie von den Grundschullehrerinnen sogar bevorzugt wurden – die Tintenroller, nicht meine Küken. 😉 Dazu möchte ich sagen, dass K1 die weltschönste Schrift hat; und welche Mutter kann das schon von seinem Nachwuchs behaupten?
Auch egal – was rege ich mich auf? Schlimmer finde ich es, dass alle Kinder, die, während die Lehrerin ihre Materialliste herunterleierte, schon eifrig mitschrieben, bestraft wurden: „So, und wer jetzt alles mitgeschrieben hat, der kann es jetzt gerade noch mal abschreiben, wenn ich es an die Tafel schreibe.“ Geht’s noch?

Die Biolehrerin hat, fünf Minuten nachdem sie sich vorgestellt hat, unmissverständlich klar gemacht, dass für das erste Projekt welches in Gruppenarbeit geplant ist, alle Gruppen die Note der schlechtesten Gruppe bekommen werden. Eine Kollektivnote.
Ja, das kennen wir ja schon. Der Sportlehrer hatte ja auch allen Mädchen in Leichtathletik eine fünf gegeben. Eine Begründung liegt bis heute niemandem vor.

Apropos Sport. K1 rätselte gestern Nachmittag  lange mit ihrer Freundin herum, ob sie heute wohl Sport hätten oder nicht, nachdem sich herausstellte, dass die Klasse einen Lehrer zugeteilt bekommen hatte, der sich derzeit in Elternzeit befindet…

Den Gipfel der Ungerechtigkeit erlebte ich aber vor den Ferien (wobei ich mir jetzt  nicht mehr so sicher bin, ob jetzt nicht die Bionote an oberste Stelle rutscht). Es war im Musikunterricht, beim Klassenlehrer, den ihr ja jetzt schon kennt. Die Zeit zum Ende des Schuljahres war knapp – es kam ja auch wieder völlig überraschend. Der Lehrer hatte versäumt den Kindern zu sagen, wer wann vorspielen müsse. Immerhin standen die Lieder schon fest. Das Procedere ist immer gleich. Aus drei möglichen Liedern, bestimmt eins der Lehrer, eins kann sich das Kind selber aussuchen. Weil meinem Kind die Lieder in der Schule zu leicht sind (das hört sich jetzt angeberisch an, aber in Musik ist K1 wirklich sehr gut – und nein, ich habe keine super Schülerin zu Hause, und sie hat auch nur noch in Musik eine  Eins im Zeugnis) sucht sie sich immer was eigenes aus. Das hatte im ersten Halbjahr auch super geklappt – sie bekam standing ovations von ihrer Klasse für das Titellied von Hannah Montana 😉 . Damals spielte sie aber bei einem anderen Lehrer vor.

An diesem besagten Tag meldete sich freiwillig zum vorzeitigen Vorspielen mit Benotung. „1-2“, sagte der Lehrer. K1 war irritiert und verlor dann die Nerven, als die zwei Lieblingsschüler des Lehrers mit „1“ benotet wurden. Nach 18 ! Takten – sie mussten das Lied nicht zu Ende spielen, weil sie ja so gut gewesen wären. Das Lied stammte auch nicht aus den drei vorgegebenen. Nein, es war weiter hinten im Liederheft. Getreu dem Motto: „Wenn ihr dieses Lied schafft, dann könnt ihr die anderen sowieso“. Mehrere Kinder beschwerten sich, mehrere Kinder hatten Fehler in den Stücken bei den Lieblingen gehört. ICH schrieb eine Mail. Ich brauchte zwei Stunden dafür und las sie dem Hahn und einer befreundeten Elternbeirätin aus der Grundschule vor. Erst dann ging sie raus. Es gab einen Gesprächstermin. Ich sage euch einmal was heraus kam; wie der Lehrer die Ungerechtigkeit verkaufte: K1 war in ihrem ersten Lied so schlecht, dass sie froh sein durfte, dass sie Gelegenheit bekam, noch ein zweites Lied zu spielen! Offensichtlich war sie verkrampft, weil sie unbedingt eine „eins“ wollte.

Was für eine Gnade! K1 bekam dann doch noch eine Eins im Zeugnis…

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Kategorien: Kükenkram | Schlagwörter: , | 3 Kommentare

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3 Gedanken zu „Schule ist doof: Das fängt… Teil 2

  1. Wieso bekommen sie in Bio alle eine Kollektivnote? Das ist ja alles grauenvoll. Da gruselts mir grade, wenn ich dran denke dass meine Kleinen auch mal in die Schule müssen….

    • …weil die Klasse sich angeblich nicht benehmen kann. Das wusste die Lehrerin schon nach fünf Minuten. Ich nehme an, dass der Klassenlehrer schlecht bei seinen Kollegen/innen über die Klasse spricht, oder sie vorwarnt… Die Englisch-Lehrerin fand die Klasse toll und wurde einer anderen Klasse zugeteilt…
      was wirklich traurig ist: nicht auszudenken, wenn es in der Oberstufe auch noch so läuft. Da macht dir so ein Lehrer deine ganze Abitur-Note kaputt. Und dann kannst du vielleicht nicht mehr das studieren, was du willst, wenn du den NC nicht schaffst… 😦

  2. ähh ja …. total gruselig. ich dachte zu meiner schulzeit wenn die lehrer mit jahrgang vor 1940 endlich alle pensioniert sind, dann wird es besser – aber nojo, sieht schlimm aus.

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