Das Wetter ist schuld

Wie jedes Jahr warte ich in diesem – meinem – Land vergeblich auf den Sommer. Und jetzt ist es mal wieder soweit, dass a) das Wetter zusammengebrochen ist und ich mich b) darüber aufregen könnte und mir deshalb c) ständig dieses Lied von Rudi Carell durch den Kopf schwirrt.

Das Schlimmste aber ist die tägliche Frage:

Was soll ich anziehen?

Ich sehe schon meine männlichen Leser (und hier besonders Jan und Chris 😉  ) die Augenbrauen nach oben ziehen „Ihr habt Probleme – ihr Frauen“. Vielleicht solltet ihr für heute einfach wegklicken und morgen wieder vorbeischauen, hm? 😛

Nee, ich werde verrückt – mit dem Wetter. Der Kleiderschrank – der bei mir seinen Namen völlig zurecht trägt, weil er eben nur KLEIDER enthält – besteht aus der Frühling/Sommer – Garderobe. Normalerweise weiß ich am Abend vorher schon, was ich am nächsten Tag im Büro anziehen werde. Seit fast zwei Wochen ist es damit vorbei. Ich schaue morgens aus dem Fenster, dann aufs Thermometer, eile dann zum besagten Kleiderschrank und überlege, und überlege… Wertvolle Zeit vergeht dabei. Und alle Mamas, die arbeiten gehen, wissen, dass es morgens auf jede Minute ankommt. Die Minuten summieren sich und werden zu Viertelstunden, wenn die Küken sich mit genau demselben Problem auseinander setzen müssen. „Mama?“ und ein um Hilfe suchender Blick von K1 lässt mich aus dem Kleiderschrank herausgucken – in der einen Hand was langes, in der anderen Hand was kurzes. Hilfloses Schulterzucken meinerseits: „Schätzchen, ich weiß es doch auch nicht“. Heute Abend soll es nur noch neun Grad warm/kalt sein. Am Sommeranfang soll ich also tatsächlich Strümpfe anziehen? Was wiederum bedeutet, dass ich keine Sommerschuhe anziehen kann. Nee, das kann nicht sein.

Ich weiß nicht, was ich anziehen soll. Das Beste wird sein, wenn ich heute nicht ins Büro gehe. Ich werde anrufen und sagen: „Tut mir leid, mir geht es nicht gut. Ich weiß nicht, was ich anziehen soll. Das Wetter ist schuld.“

Ich sag‘ euch was: Diese verkorksten Sommer sind es, warum ich schon im August wieder anfange für meinen nächsten Sommerurlaub zu sparen. Dieses Wetter ist schuld, warum ich es für weite Anreisen in Kauf nehme, mein Konto gnadenlos zu überziehen. Ich will Sommer haben – richtig. Den ganzen Juni, Juli und August. Ich will schwitzen, bis spät abends draußen sitzen und vor lauter Hitze nicht schlafen können. Ich will Eis essen, ohne Gänsehaut zu kriegen. Und vor allem, will ich mit nackigen Beinen ‚rumlaufen und abends wissen, was ich am nächsten Morgen anziehen werde. Ist das zuviel verlangt?

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Kategorien: Eierschachtel | Schlagwörter: , | Ein Kommentar

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Ein Gedanke zu „Das Wetter ist schuld

  1. also mir geht es da ganz anders. meine vorfahren müssen eskimos gewesen sein. immer wenn das thermometer über 26 grad steigt, könnte ich gift und galle spucken.
    ich bin arbeitslos, schon das allein lässt mich schwitzen und bessere mein schmarotzergeld mit putzen auf (im wahren leben bin ich schauwerbegestalterin). beim putzen schwitze ich auch wie blöde.
    hinzu kommt, dass das wetter hier höchstens eine woche etwas durchsetzter ist und ich den regen heiß ersehnt habe. alles viel zu trocken. jetzt erholt sich die natur so langsam wieder.
    klamottentechnisch sieht es allerdings auch mau aus bei mir.

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