Alte Männer

Ein Tweet von Puh letzte Woche brachte mich zum Grübeln. Er behauptet:

Ich habe ihm geantwortet, dass er sich bloß nicht überschätzen soll, es ging immerhin um einen Altersunterschied von 18 (!) Jahren… 😉

Als ich 18 Jahre war, lernte ich einen Mann kennen, der 12 Jahre älter war als ich. Sah der gut aus!!!! Unbeschreiblich! Zwei Jahre später fingen wir eine Art Affäre an, die fünf Jahre hielt und die rein horizontal war (wobei ich damit nicht sagen möchte, dass wir nur gelegen haben dabei 😛  ). Vor einigen Jahren habe ich ihn getroffen – und – was soll ich sagen? Iiiih – nee, danke. Er ist jetzt über 50 Jahre alt, tja und auch wenn uns Männer und Medien gerne etwas anderes einreden wollen, auch  Männer bleiben nicht ihr Leben lang knackfrisch.

Mit 25 Jahren kam ich in die Firma, für die ich heute noch tätig bin. Ein netter Herr aus dem Vorstand, der schon auf die 50 marschierte flirtete bei jeder Gelegenheit mit mir ‚rum. Da es hier ja nur ums Verbale ging, hielt ich ihn nicht ab. Bis er eines Tages im kurzärmligen Hemd in eine Sitzung kam und sein Jackett auszog. Igitt! Was für ein Anblick:  Käseweiße, wabblige Oberarme. Ich kann euch sagen, der Appetit war mir gründlich vergangen. Nun weiß ich auch, warum Manager und Politiker immer mit Jackett zu sehen sind… und wer keine Zeit für Sport hat, sieht eben so aus. Offensichtlich kann man sich für Geld keine wohlgeformten Oberarme kaufen. So ein Pech!

Ich habe gestern in einem Buch von einem jungen Kerl gelesen, der keine Frauen mit „Dörrpflaumen“ obenrum haben möchte. Er reißt sich deshalb nur Frauen in der Sauna auf, um vor bösen Überraschungen gefeit zu sein. Tja, aber wenn Frauen in die Sauna gehen, sehen sie beim anderen Geschlecht nicht nur „Frischobst“. Und auch der hier erwähnte Saunagänger wird es noch erleben, dass das ein oder andere Teil an seinem Körper austrocknet.

Für Geld können manche Frauen offensichtlich über Trockenobst und hängende Körperpartien hinwegsehen. Mir fallen da Hugh Hefner, Johannes Heesters und Hubert Burda ein. Wobei gerade bei den letztgenannten die Frauen doch eigentlich über Intellekt und Geld verfügen. Was sind die wahren Beweggründe?

Je länger ich darüber nachdenke, sehe ich letztendlich doch einen sehr großen Vorteil in diesem Altersunterschied: Die Frauen sind immer erheblich knackiger als ihr Mann und können so immer von ihnen bewundert werden.

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Kategorien: Hahn im Korb | Schlagwörter: , | 14 Kommentare

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14 Gedanken zu „Alte Männer

  1. Ja Mario, es stimmt! Wir werden alle älter! Aber ist es nicht auch so, dass wir in einer Partnerschaft das ‚Älter werden‘ vom Körper des Anderen auch nur ’nebenbei‘ mitbekommen? WIr stoßen ja nicht abrupt drauf… Wir werden gemeinsam alt. Zugegeben: bei einem Altersunterschied von 17 Jahren, so wie es bei uns der Fall ist, da ist es mehr als plötzlich. Aber wie gesagt: er macht nicht den Anschein und achtet sehr auf sich und wirkt auch eher wie Ende 30! Und was ich liebe, dass kritisiere ich nicht, sondern nehme es so hin und lerne es mehr und mehr zu schätzen und zu lieben!

  2. Hans

    Wenn Du über die 50 kommst, ganz gleich ob Frau oder Mann, dann wirst Du auch im Denken biologisch älter. Macht euch doch nichts vor, ihr werdet alle älter und damit faltiger. Der Knackarsch verschwindet, die Brüste werden müde und auch sonst ist nicht mehr alles im Lot. Das kann man/frau auch nicht durch natürliche Maßnahmen verhindern. Und wer als Frau schon Mitte 40 Probleme mit der Figur hat, bekommt erst richtig welche, wenn die 60 als Zielgerade anstehen. Beim Mann ist es genauso.

    Wichtig ist in einer Partnerschaft das, was im Kopf passiert! Das funktioniert auch noch mit 90 Jahren. Einander lieben, einander verstehen, einander Probleme teilen, Vertrauen haben… das ist allemal mehr wert, als Knackarsch, feste Brüste und sexy Aussehen. Bei letzterem machen sich eh alle was vor…

    Guckt mal gleich in den Spiegel!

  3. Frau Hefner, Heesters und wie sie alle heißen, weiß: er stirbt demnächst, und sie ist reich 🙂

    Eigentlich kann ich Mine_Gute und Ich nur zustimmen: oft genug ist es einfach Liebe, auch wenn manche Menschen etwas anderes behaupten bzw. glauben.
    Der Körper eines jeden Menschen ändert sich, immer. Wir werden alle faltiger und welker. Und der ein oder andere kriegt auch kaum Muskeln, trotz Trainings. Und es gibt halt auch Menschen, die kräftiger gebaut sind, auch ohne dauernd Torte zu essen…

  4. Vollkommen richtig! Das gegenseitige Bedienen ist notwendig, sonst gibt sich zumindest ein Part auf!

  5. Mine_Gute

    In einem Märchen wäre mein Held schön, klug, witzig, alterlos und stets potent (wenn mir danach ist) ;).

    Ist Liebe nicht immer ein „Geschäft“? Ich habe Bedürfnisse, Wünsche, Sehnsüchte und die möchte ich befriedigt wissen. Also verliebe ich mich in Menschen, die dies „bedienen“ können und mit mir teilen wollen. Vielleicht ein wenig sehr unromantisch, aber wenn ich sehr, sehr ehrlich Liebe definieren will, hat es für mich etwas davon. Das ändert aber nichts daran, dass sie sich prächtig anfühlt.

    Aber nochmal zu Thema Alt – Jung: ich habe mehr Frauen mit jüngeren Männern um mich. Selbst mein Vater war sechs Jahre jünger als Muttern.

    • DAS Märchen kenne ich auch…. 😉

      „ich habe mehr Frauen mit jüngeren Männern um mich.“ Um diesen Altersunterschied geht es am nächsten Wochenende….

  6. Ja ds stimmt.. es gibt immer diesen einen Menschen, den man liebt, obwohl er nicht die Erwartungen erfüllt, die man sich selbst auferlegt oder die einem durch ‚außen‘ aufgedrückt werden.
    Ich weiß noch, dass er am Anfang totale Probleme mit dem Unterschied hatte, sich die aber soweit gelegt haben.. und es freut mich einfach, dass es scheinbar doch die inneren Werte sind, die zählen!
    Für mich hat es auch nichts mit ‚wirtschaftlichen Interessen‘ zu tun. Ich steh selbst meine Frau, bin also durchaus im Stande mich auch ohne Kerl gut zu fühlen.. aber will man das?
    Himmel, wenns knallt, dann knallts halt.. was will man machen oder sollte man gar etwas machen?

  7. „Aber wisst ihr, auch welkes Fleisch, hängende Hautpartien und Falten ohne Ende, sind schön, wenn sie mit einem liebenden Auge gesehen werden.“ – schön gesagt && sicher wahr… doch wohl eher selten; das Leben ist kein Märchen; aus wirtschaftlichen Interessen geformte „Gemeinschaften“ überwiegen da m.E. nach bei weitem – vor allem bei dieser Konstellation.

  8. Mine_Gute

    Mit Sicherheit geht es hier und da um Macht und den ganzen Kram. Aber wisst ihr, auch welkes Fleisch, hängende Hautpartien und Falten ohne Ende, sind schön, wenn sie mit einem liebenden Auge gesehen werden. Und mit Verlaub, so mancher gelebter Körper beherbergt einen Menschen der einfach liebenswert ist :). Ich liebte einen alten Mann, ich begehrte einen Dürrrappel, wo ich vorher immer sagte „so dürre gehen gar nicht“. Viele Theorien und dazwischen einfach eine Menge Liebe die dann doch einfach passiert. Und so bin ich auch froh geliebt zu werden mit allem obwohl und deshalb. 😉

  9. Ich sehe das schon etwas anders, zumal ich ja selbst eine Beziehung zu einem der besagten ‚Alphamännchen‘ führe. Der Altersunterschied beträgt 17 Jahre! Ja ok, ganz klar nicht ohne. Es kommt in meinen Augen aber auch immer darauf an, wie das Männlein mit seinem Körper umgeht. Genau wie bei uns Mädels auch. Er schaut wesentlich jünger aus, fühlt sich so an und gibt sich auch nicht seinem Alter entsprechend (ich mein, wer macht das schon?!) ..
    Sicher ist es ein Unterschied, ob der Mensch 30 oder 50 Jahre alt ist. Aber es gibt nunmal solche und solche. Mein Nochmann ist 38 und geht mit seinem Körper um, als hätte er den irgendwo im Sonderangebot gekauft.

  10. Stubbsknubbel

    Naja, also ich zumindest hab da nicht nur „Alpha-Männchen“ gesehen, sondern eher so den Typen, der zu Hause glücklich ist, dass die Muddi ihm das Abendessen kocht und ihm sagt, was er anziehen soll. 😉 Nix mit Macht 😉 Also genau die Männer, die man jeden Tag in freier Wildbahn beobachten darf. 🙂

  11. Macht macht an.. Das ist schon im Tierreich so und sonderlich anderes verhält es sich mit den meisten Homo-Sapiens auch nicht. Die besagten Personen sind ja allesamt „Alpha-Männchen“ und haben entweder große wirtschaftliche oder gesellschaftliche Macht.

    • Macht macht an? Ich glaube schon, doch ja macht es! 🙂
      ABER: ich kann ja jemanden anhimmeln oder für ihn schwärmen – aber fürs Bett muss er dann doch auch nett anzuschauen sein. Und wenn ich mein Leben mit ihm verbringe auch – oder sogar erst recht. Für eine Nacht könnte man ja das Licht ausmachen. :mrgreen:

  12. Stubbsknubbel

    Seeeehr treffend geschrieben. 🙂 Mich erfüllt es auch immer mit einer gewissen Heiterkeit, wenn ich z. B. im Schwimmbad „gesetzte Herren“ sehe, die mit Shorts, krummen und dünnen weißen Beinen sitzen, der Bauch vor ihnen zwischen den gespreitzten Beinen auf dem Stuhl ruhend, die Resthaare quer über die Platte gekämmt und irgendwie festgeklebt, und wie sie dann über vorbeigehende Frauen „philosophieren“. Da geht’s um Cellulitis und Brüste, die ja auch nicht mehr so knackig sind, um nicht mehr ganz straffe Bäuche. Ich grinse mir dann jedesmal einen und denke „Herzelein, ein kurzer Blick in den Spiegel täte dir auch so dann und wann ganz gut.“ Wahrscheinlich wird dieses zum Teil völlig verzerrte Selbstbildnis mancher Herren der Schöpfung auch ganz einfach durch unsere Gesellschaft bestätigt. Wann fragt man denn bei Politikern oder Schauspielern, ob sie in ihrem Alter noch schauspielern sollten, ob es noch Rollen gibt, wann wird über die Kleidung von Politikern diskutiert (außer bei Schröder, okay)? Noch nie wurde soviel über die Frisur einer politischen Person „diskutiert“ wie bei Frau Merkel. Unabhängig von der Politik, die sie macht, sollte doch allein dieses wichtig sein und nicht, welche Frisur sie trägt, welche Farbe ihr Abendkleid hat und ob man zuviel vom Brustansatz sieht.

    Bei all dem Gerede, wie emanzipiert (wobei das Wort ja nichts anderes bedeutet als „gleichgestellt“, was eigentlich selbstverständlich sein und überhaupt keiner Diskussion bedürfen sollte) die heutige „kultivierte“ Welt doch sei, stehen bei Frauen in der Öffentlichkeit oder auch im Arbeitsleben immer die Diskussionen über ihr Äußeres ganz weit im Vordergrund.

    Ich möchte zum Schluss einmal Gesagtes meines leider mittlerweile verstorbenen ehemaligen Chefs zitieren: „Wirkliche Emanzipation ist erst dann erreicht, wenn man nicht mehr darüber diskutieren muss.“

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