Urlaubsstimmung?

Die Außentemperaturen sind definitiv sommerlich! Dazu eiskalte Cola, Flip-Flops und Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor 30. Jede Menge Lesestoff in Form von Büchern, aber auch sommerlichen Zeitschriften. Zum Abendessen ein Teller mit Tomate-Mozarella und ein paar frischen Basilikumblättern und eine funktionstüchtige Hollywoodschaukel. Doch irgendetwas fehlt. Ich vermute das Meer. 33 oder mehr Grad an der italienischen Adria fühlen sich eben doch anders an, als im Rhein-Main-Gebiet in der Abflugsschneise des Frankfurter Flughafens.

Aber gut, ich habe es nicht anders gewollt. Ich habe mich ganz bewusst entscheiden, dass ich (bzw. wir) dieses Jahr nicht in den Sommerurlaub fahren. Das hat verschiedene Gründe:

  1. Sommerurlaub im August ist einfach zu teuer. In Hessen gibt es dieses Jahr wieder so spät Ferien. Jeder, der Kinder hat und in den Schulferien verreisen muss, kennt den Frust und Zorn darüber, dass in den Ferien die Preise enorm angehoben werden. Und August ist nun einmal der teuerste Urlaubsmonat. Teuer und voll, das hatte ich letztes Jahr schon, das brauche ich nicht noch einmal.
  2. Nein, den Urlaub vom letzten Jahr brauche ich wirklich nicht noch einmal. Südfrankreich! So im Nachhinein muss ich sagen, es hat mir überhaupt nicht gefallen. Der Strand grottig, die Leute angeberisch und patzig und dann noch der Einbruch in der letzten Nacht.
  3. Ich habe keine Lust auf die Anreise. Staus im zweistelligen Kilometerbereich. Und wie lange das dauert –es ist einfach zu anstrengend. Wenn ich auch daran denke, wie aufgeregt (oder von mir aus auch reisefiebrig) ich immer bin. Frühes Aufstehen und nicht einschlafen können, trägt nicht gerade die Stimmung.
  4. Last but not least – echt nicht! – nehme ich Rücksicht auf Katze. Die Gute ist 21 Jahr alt und hat mich immer begleitet. Sie hat sich all‘ die Jahr kein einziges Mal beklagt, saß oder lag 10 bis 12 Stunden in ihrem Transportkörbchen und ist im Auto aufs Katzenklo gegangen. Sie wurde im Vorfeld immer gegen Tollwut geimpft und bekam irgendwann einmal einen Mikrochip und einen Haustier(reise)pass. Das Tier ist echt viel herumgekommen. Aber letztes Jahr packte mich mein schlechtes Gewissen. Was mute ich meiner Samtpfote, unter einigen altersbedingten Gebrechen leidet, nur zu? Und dann vor Ort, ist sie stundenlang alleine.
    Und da ich meinen kleinen Schatz weder alleine zuhause lassen möchte, noch in eine Pension geben kann, bleibe ich eben zuhause, was mir in Anbetracht der oben genannten weiteren Gründe nur vernünftig erscheint.

Bisher war ich über meine Entscheidung auch nicht unglücklich. Der Hahn übrigens auch nicht. Der war im Frühling mit seinem Kumpel Wandern – was ihm sowieso viel besser gefällt, als zwei bis drei Wochen am Strand herumzuliegen. Wir hatten uns überlegt, dass wir getrennt fahren, damit immer einer bei Katze ist. Mit K1 wollte ich einen Last-Minute-Urlaub buchen – nach Mallorca (da sie etwas früher Ferien hat, als die anderen hessischen Schulkinder hatte ich sogar schon ein Schnäppchen gefunden). Aber leider habe ich Flugangst, und selbst wenn ich diese überwinden könnte bleibt immer noch Punkt 3.

Aber typisch Frau Huhn (oder wie Kant sagen würde: „Das Weib ist der Grundsätze nicht fähig“) hadere ich nun doch ein bisschen mit mir. Ich glaube ich schaue schon einmal, wann die Hessen nächstes Jahr Sommerferien bekommen…

Kategorien: frisch gelegt, Neues aus dem Hühnerstall | 7 Kommentare

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