Aktualisiert: 18. September 2011
Ausgabe 2 – seit August zu kaufen
Die Suchanfragen zu “Cover” haben sich in den letzten Tagen gehäuft. Es war offensichtlich, dass nun die zweite Ausgabe in den Zeitschriftenregalen liegt. Und eigentlich wollte ich mir kein Heft mehr kaufen – aber wenn der Informationsbedarf so groß ist – informiere ich die Hühnerstall-Besucherinnen doch gerne
.
Ohne meinen Text zu Heft 1 noch einmal zu lesen, nahm ich die zweite Ausgabe in Augenschein. Da ich aber noch wusste, dass ich seinerzeit nicht gerade begeistert war, überwog – so muss ich zugeben – eine gewisse Skepsis. Schon beim ersten Durchblättern dachte ich, irgendwie kommt mir das alles bekannt vor. Nee, nicht von der ersten Ausgabe, sondern von einer anderen Zeitschrift. Ein bisschen InStyle (aus demselben Verlag) und “myself” (Condé Nast), aber vielleicht meine ich auch eine ganz andere Zeitschrift und komme nur nicht drauf. Eigentlich ist es auch egal; ich mag nur nicht, dass hier etwas NEU angepriesen wird, was eigentlich nicht neu ist. Anders ist (vielleicht) nur, dass die Modestrecken nicht am Anfang, sondern erst nach den Reportagen gedruckt werden. Danach folgen Beauty, Reise, Einrichtung und Kulinarisches. Reiseziele, die sich eine normale Arbeitnehmerin nicht leisten kann; Rezepte, die man… Ach nee, dazu sage ich nichts, bin da zu voreingenommen, weil mir Kochen keinen Spaß macht, ich es nicht wirklich kann und es auch nicht können möchte… Und ganz hinten, die für alle Zeitschriften, die irgendetwas mit der BUNTE zu tun haben, typische “wir feiern uns selber, weil wir so toll sind” Bildergeschichten-Berichterstattung. Ansonsten viele Themen und Texte, die zeitgleich in anderen Frauenzeitschriften zu lesen sind. Ach, muss ich erwähnen, dass die Leserbriefe voller Lob sind?
Aber es gibt in Cover auch Seiten, die mir gefallen. Die Reportagen zum Beispiel. “3 Frauen, 3 Leben”. Oder die Modestrecke “das steht uns beiden gut” – für die je zwei Frauen völlig unterschiedlichen Alters diesselben Klamotten präsentieren – ist wirklich interessant anzusehen. Aber auch hier kann ich mir nicht vorstellen, dass die 18-jährige Schülerin sich ein Outfit von 800 Euro zulegt.
Welche Zielgruppe spricht Cover an? Mein Eindruck: Sehr gut verdienende, studierte Frau ab 30 ohne Kinder, die weiß, was sie will. Von dieser Zielgruppe, zu der ich ganz offensichtlich nicht gehöre, wird es nicht so viele geben, die sich dann auch die Zeitung kaufen. Und die Anderen nehmen Cover, um sich die schönen Bildchen anzuschauen, ein bisschen zu träumen und die abgebildeten und vorgestellten Frauen zu bewundern… Ich habe da vollstes Verständnis für – so war ich auch einmal – früher
Wann die dritte Ausgabe erscheinen wird, steht nicht im Heft.
So und jetzt gucke ich, was ich beim letzten Mal geschrieben habe
und melde mich dann ganz unten noch einmal zu Wort
Text vom 5. Mai 2011 zur ersten Ausgabe
Ja, zugegeben, so ganz neu ist COVER aus dem Hause Burda Style Group nicht mehr. Seit zwei Wochen ist sie bereits auf dem Markt, und gerne hätte ich euch früher davon berichtet, aber…..
geht einfach nicht alles auf einmal…
In der Pressemitteilung des Verlages heißt es:
Mit der Themenmischung Menschen, Mode und Meinungen spricht COVER junge, moderne Frauen ab 30 Jahren an, die sich für Mode, Designer

und Trends genauso interessieren wie für Geschichten über spannende Persönlichkeiten und deren Lebenswege.
Und die Chefredakteurin, Michaela Mielke, sagt sogar:
„COVER ist ein Magazin, das hochklassige Mode ebenso zeigt wie tiefgehende Reportagen über interessante Menschen und Celebrities. Eine solche Themenmischung ist bislang einzigartig auf dem deutschen Markt.“
Äääähhh, ja? Wie meinen? Ganz ehrlich, das sehe ich ganz anders. Ich finde nichts besonders neues an Cover und schon gar nichts einzigartiges. Aber was mir – sogar besonders gut – an der Zeitschrift gefällt, ist, dass COVER eine Chefredakteurin hat. An der Spitze einer Frauenzeitschrift sollte definitiv eine Frau stehen, da lass’ ich auch gar nicht mit mir diskutieren. ![]()
„33 Frauen, die unsere Welt verändern” – ist eines der Titelthema. Hört sich vielversprechend an. Das ist es dann aber auch schon. Für Jane Goodall mag ich diese Aussage auch gerne stehen lassen, aber für andere, wie Drew Barrymore, eher nicht. Die Reportage über Penelope Cruz ist gähnend langweilig.
Das Cover von COVER fand ich sofort ansprechend. Nicht überladen. Irgendwie kühl, vornehm zurückhaltend. (Ich kann nicht glauben, was ich da gerade geschrieben habe…
) Innen dann jede Menge Hochglanz, jede Menge Anzeigen und Modestrecken von teuren Klamotten. Klamotten, die sich die Leserin sowieso nicht leisten kann. Schon gar nicht mit 30 Jahren. Ich kann euch sagen, das geht mir so auf die Nerven… Nichts gibt es unter 500 Euro. Handtaschen gehen in die tausend. Es ist in JEDER Zeitschrift dasselbe.
Und wenn wirklich einmal ein H & M – Teil dabei ist, dann wird es mit Sicherheit mit etwas Teurem kombiniert. Aber ja, billiger als die Mode in der VOGUE wird es wohl sein. Ich frage mich, ob die reichen Frauen, die sich die Kleidung leisten können, alle diese Zeitschriften lesen.
Es muss doch noch ein Mittelding zwischen “BILD der Frau” und “VOGUE” geben, oder?
Fortsetzung zur Ausgabe 2
Aha – meine Meinung hat sich also nicht wesentlich geändert. Nur, was die Reportagen betrifft, die finde ich um Längen besser. So gesehen eine echte Verbesserung. Nur in der Titelstory über Jennifer Aniston wird ein altes Foto von dem neuen Mann an ihrer Seite, Justin Theroux, verwendet. Da hätte ich von Cover, die immerhin “powered by BUNTE” ist, mehr Aktualität erwartet.



Jajaja, ich frag mich das auch immer, wer 5.000 Euros für eine Prada Tasche hinblättert, ähm hinzublättern imstande ist.
Aber zum Nachshoppen sind manchmal gute Ideen drin.
Nicht mal die Brigitte hat preiswerte Mode. Ehrlich gesagt fände ich auch, dass eine Zeitschrift für die Mitte eine echte Marktlücke ist…
DAS werde ich auch NIE verstehen, wobei die BRIGITTE ja sonst echt meine Lieblingszeitung ist. Und COVER kommt mit ihren Reportagen da echt nicht ‘ran. Aber auch mit der “ohne-Modells-Kampagne” kann ich mich nicht so richtig anfreunden. Und bei ARTE kam letztens ein BRIGITTE-Mann !!! – iiiiihhh – zu Wort. ich muss mir das Zitat noch mal anhören (habe es aufgenommen), aber es ging darum, dass alles über Gr. 38 Übergröße wäre. Also DAS ist ja schon einen eigenen Beitrag wert!
ja – “frauen” zeitschriften – ist bei mir so eine art sucht – ich kaufe sie ab und zu und rege mich jedesmal drüber auf – aus den gleichen gründen wie du.
hab mal was darüber gebloggt: http://ingejahn.blogspot.com/2010/09/bloderweise-mal-wieder-ein-brigitte.html
lg i.
Wow – ich habe gerade deinen Leserinnenbrief gelesen! Du hast völlig recht! Genauso sehe ich es auch. Mädels klickt unbedingt auf den Link von Inge. aber nehmt euch ein bisschen Zeit mit!
InStyle hat neben sehr teurer Mode auch günstige. Die zeigen durchaus ein ganzes Outfit für geringes Geld. Die Teile sind dann alle von H&M oder auch von C&A.
Und eine Chefradakteurin habe die auch, die meisten Mitarbeiterinen sind Frauen. OK, InStyle ist jetzt nicht hochtrabend und die Reportagen nicht tiefschürfend. Aber nach einem stressigen Tag zum durchblättern allemal gut. Und ich finde immer wieder Zusammenstellungen deren Basics ich auch im Schrank habe , aber noch nie so kombiniert. Schöne Anregung und spart Geld.
Ab und zu lese ich die US-InStyle. Auch ganz nett
Hut ab vor Inge! dein Leserbrief sagt alles, was ich mir immer wieder überlegte als lserbrief mal zu schreiben. den Gedanken verwarf ich eigentlich nur, da ich dachte,das ist denen sowieso egal und wir als Leserinnen weerden weiter mit Produktempfehlungen überschwemmt die astronomisch hohe Preise haben! Eigentlich konnte ich bisher nur Kleidung die mir gefiel in der Billigeren variante in anderen Läden nachkaufen,wenn ich diese nach langer Sucherei auch mal fand,wer kennt das wohl nicht? Die Anregungen sind schön, das wars auch schon…
Die Cover gefiel mir sehr gut,vorallem die Reportagen und leider bekam ich nur die 2te Aisgabe in die Hände. Nur zu gerne hätte ich die erste auch gelesen! Aus Langweile machte ich bei deren Umfrage mit,die erstaunlich viellseitig war. Und ich schrieb grundehrlih rein was mir missfiel(zu hohe Preise bei Kleidung;D) und gab aber auch positives Feedback und schliesslich vergass ich das alles vollkomen. Die Cover kam nicht mehr raus, was mich traurig machte…. und plötzlich vor ca 3 Wochen kam ein Packet ins Haus, in dem ein Schreiben mich zur Gewinnerin der Meinungsumfrage machte und anbei lag das T-Shirt von Schiesser(toller Schnitt) mit Aufschreift: “Ich in ein COVERGIRL” hehe ja ………………….nur wie ohne die Zeitschrift dazu?
Liebe Grüße Isadora